Ein Alu-Gitter spielt mit dem Licht

Das Saarbrücker Architektur- und Ingenieurbüro Kleineher hat das seit mehreren Jahren undichte Glasdach und den defekten Sonnenschutz der Museumsgasse im Bischöflichen Dom und Diözesanmuseum in Trier saniert.

Schon fast ein Stück moderne Kunst: Das neue Glasdach der Museumsgasse im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum. Foto: Bistum

Trier. (red) Die Museumsgasse verbindet den Altbau aus dem Jahr 1832 und den Erweiterungsbau von 1988. Ihr 54 Meter langes gläsernes Dach ist in 90 etwa gleich große Felder unterteilt. Ein neuer, außen auf dem Dach liegender Gitterrost aus Aluminium erfüllt nun die Forderungen der Museumsleitung: Die kostbaren Exponate aus der Kirchengeschichte werden vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, und trotz Sonnenschutz sehen die Besucher durch das Glasdach hindurch den Himmel. Die komplette Sonnenschutzkonstruktion ist begehbar und wurde speziell für das Museum und dessen besondere Lichtsituation geplant und angefertigt. Die Lamellen der Roste sind in ihrer Höhe und den einzelnen Abständen genau so konzipiert, dass ganzjährig kein direktes Licht in die Kabinette und die Museumsgasse gelangt. Stattdessen erfüllt ein angenehmes, blendfreies Licht den Ort. Zusätzlich wurden die kompletten Glasflächen des Daches durch ein modernes Verglasungssystem mit Wärmeschutz-Isolierglas ausgetauscht. Gründe für die Sanierung waren undichte Stellen im Dach und schlechte Wärmedämmung.