Ein bisschen Rio in Schweich

Trotz Schauerwetters mit starkem Wind hat die rheinland-pfälzische Sportjugend "50 Jahre Landesjugendsportfest" in Schweich gefeiert.

Schweich Am meisten erinnerte vielleicht das herbstliche Wetter die mehr als 1000 Teilnehmer des Landesjugendsportfests daran, dass das große Kräftemessen der rheinland-pfälzischen Sporttalente nicht in Südamerika, sondern in Deutschland stattfand. Aber was die Vielfalt der sportlichen Disziplinen anging, war man am vergangenen Freitag und Samstag in Schweich ganz nah dran an den Olympischen Spielen wie zuletzt in Rio de Janeiro.
Zehn Sportarten gab es beim Gold-Jubiläum des Landesjugendsportfests zu bestaunen. Pierre de Coubertin rief die Olympischen Spiele als Begegnungsstätte für die Jugend der Welt ins Leben. Beim Landesjugendsportfest trifft sich die rheinland-pfälzische Sportjugend seit 1967 quer über Sportarten hinweg.
Ähnlich wie bei den Großen gab es in Schweich rund ums Stefan-Andreas-Schulzentrum die Möglichkeit, sich abseits der Wettkämpfe bei anderen Freizeitaktivitäten näher kennenzulernen.
"Die Atmosphäre ist sehr schön", sagte Maren Spang. Die Zwölfjährige war mit ihren Eltern und Vereinskameraden vom TuS Fortuna Saarburg zum ersten Mal dabei. "Das Publikum hat super angefeuert", freute sich die 800-Meter-Läuferin über eine voll besetzte Zielgerade im Schweicher Stadion.
Ein großes Interesse an den Wettbewerben beobachtete auch Michael Maxheim: "Ich war beim Bambiniturnier. Da waren mehr als 200 Kinder", erzählte der Vizepräsident des Sportbunds Rheinland und ehemalige Trier-Saarburger Sportjugendvorsitzende.
"Als es so richtig runtermachte, leerten sich nur die Zuschauerränge", ergänzte der Trier-Saarburger Sportkreisvorsitzende Felix Jäger.
Unter Dach konnte der Teil der mehr als 150 ehrenamtlichen Helfer, der als Kampf- und Schiedsrichter bei den Freiluftsportarten im Einsatz war, nicht flüchten. "Es ging eigentlich alles gut. Nur zum Schluss kam der große Regen", erzählten Birgit Marmann, Monika Geister und Willi Neises unisono. Dass sie dabei selbst pitschnass wurden, nahmen die Hoch- und Weitsprunghelfer noch gleichmütig hin. Leid tat ihnen, dass die Nässe die Leistungen der jungen Sportler beeinträchtigte.
Glück hatten dagegen die Anhänger der Hallensportarten, Hand-, Volley-, Basketball, Tischtennis- und Schachspieler sowie Ringer und Karatekämpfer. Der Zelluloid-Ball flog in Kenn, die Pfeile der Bogen- und Kugeln der Sportschützen in Trier.
Die Hockeywettkämpfe fanden im Koblenzer Leistungszentrum statt.