Ein Brunnen schmückt das Dorf

Ein Brunnen schmückt das Dorf

Farschweiler putzt sich heraus. Daran hat der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) unter der Leitung von Rudolf Essler maßgeblichen Anteil. Ein neuer Brunnen in der Freizeitanlage steht kurz vor der Fertigstellung.

Farschweiler. (dis) Schön, wenn man solche Leute im Dorf hat, die sich ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit engagieren. Leider scheint aber diese Sorte Mensch vom Aussterben bedroht zu sein. So auch in Farschweiler. "Nachwuchs gibt es keinen in unserem Verein", bedauern Rudolf Essler und Herbert Steinlein. Rund 300 Stunden ihrer Freizeit haben die beiden zusammen mit Ernst Annen und Adolf Werner geopfert, um den Brunnen am "Wehlenkopf" realisieren zu können. Nach den Plänen von Rudolf Essler fertigte Herbert Steinlein zunächst ein Modell von der neuen Errungenschaft. "Erst angesichts dessen konnte sich der Gemeinderat ein Bild vom Vorhaben machen", erzählen die beiden. Der Brunnen passt sich jetzt bestens der Natur an. Eine Steinbruchmauer haben sie erbaut, und entsprechende Bodenflächen aus rotem Stein geschaffen. Darauf ist nun ein Steintrog aus Natur-Buntsandstein aus dem Kylltal aufgestellt worden. In den Trog und die Mauer sind die Wappen des HVV und der Ortsgemeinde eingearbeitet. Vor dem Trog wird auf dem Boden eine von der Schreinerei Annen gestiftete Windrose eingelassen. Ortsbürgermeister Werner Schmitt: "An dieser Stelle, dem so genannten Schiedsboar, war schon immer ein Brunnen. In dieser Ausführung wird er jetzt viele Jahrzehnte halten." Das Wasser kommt aus dem Farschweilerer Wald und tritt ohne Pumpe oder sonstige Hilfen am Brunnen aus. Der Überlauf fließt in den sogenannten Kuhbach. Ernst Annen: "Dort wurden in früheren Zeiten die Kühe getränkt." Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich für Materialien und maschinelle Erdarbeiten auf rund 11 000 Euro. "Nur 5000 Euro mussten wir dazu aus dem Haushalt aufwenden", freut sich Ortsbürgermeister Schmitt. Der Rest konnte durch Spenden der Jagdgenossenschaft, der Sparkasse Trier, der Volksbank Trier und vom RWE sichergestellt werden. Ohne die Eigenleistungen des HVV hätte sich die Ortsgemeinde einen solch schönen Treffpunkt der Bevölkerung nicht leisten können. Schmitt: "Deshalb gilt es insbesondere dem Heimat- und Verkehrsverein, der sich in den letzten Jahren immer wieder für die Landschaftspflege und den Bau von Freizeiteinrichtungen engagiert hat, zu danken."