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Ein Chor baut Brücken in der Stadt

Ein Chor baut Brücken in der Stadt

Der Chor über Brücken verbindet Kinder der Kurfürst-Balduin-Realschule plus in Trier West und der Egbert-Grundschule aus Trier-Ost. Nach monatelangen Arbeiten präsentierte der Projektchor jetzt sein Abschlusskonzert.

Trier. 50 Kinder und Lehrer in blauen T-Shirts haben sich am Konzert in der voll besetzten Kirche St. Simeon in Trier West beteiligt. Begleitet werden ihre Lieder von Schlagzeug, Kontrabass und Klavier.
Vorausgegangen ist ein Dreivierteljahr intensiver Vorbereitung und zahlreicher Proben unter der Leitung von Julia Reidenbach, Musikfachkraft an der Kurfürst-Balduin Realschule plus und Leiterin einer Chor-AG an der Egbert-Grundschule. Ihre Idee: Kinder aus zwei Trierer Stadtteilen durch ein gemeinsames Projekt, den sogenannten Chor über Brücken, einander näherzubringen.
Akteure planen Wiederholung


Finanzielle Unterstützung erhielt Reidenbach dafür bei der Nikolaus-Koch-Stiftung. Auch die Kinder und Lehrer beider Schulen konnte sie schnell für das musikalische Projekt gewinnen. Viel Text wurde auswendig gelernt, an zwei Chorwochenenden in Gerolstein wurde intensiv und mit viel Spaß miteinander gearbeitet, gesungen und gespielt. Dabei erleichterte eine Mischung aus modernen und mitreißenden Liedern die Anstrengung und Mühe. So lernten die Kinder sich in ihrer Unterschiedlichkeit kennen und schätzen. Die Brücken waren gebaut - es entstanden neue Freundschaften zwischen den Kindern von beiden Seiten der Mosel.
Der erste Auftritt fand in der Kirche St. Ambrosius in Trier- Nord statt. Die Kinder wurden unterstützt von einer Liveband mit Fred Noll am Schlagzeug, Tanja Silcher am Kontrabass und Annette Naberfeld am Klavier sowie zwölf Lehrern aus beiden Schulen.
Auch bei der Sonntagsmatinee der Trierer Chöre im Brunnenhof boten die Kinder einen Ausschnitt aus ihrem Repertoire dar. Nach dem Abschlusslied "Wenn aus Fremden Freunde werden" gab es stehenden Applaus. Das Projekt soll in ähnlicher Form wiederholt werden.red