Ein Dankeschön für die Mama

Ein Dankeschön für die Mama

Am Sonntag ist Muttertag! Dass dieser Tag auf den zweiten Sonntag im Mai fällt, ist kein Zufall. Und dass an diesem Tag vor allem Blumen verschenkt werden, auch nicht. Denn die Blumenhändler sind an der Entwicklung des Muttertags nicht ganz unbeteiligt.

Trier. Lucky hat etwas Großes vor. Er weiß noch nicht genau was, aber er ist sehr motiviert. Schließlich ist am kommenden Sonntag Muttertag. Und weil seine Mama für ihn immer das ganze Jahr über kocht, wäscht, spült, bügelt, die Bücher und Klamotten wegräumt, das Bett macht, sein Schlafzimmer saugt und sogar die Zahnpastareste vom Waschbecken abkratzt, möchte sich die Junior-Leseratte in diesem Jahr besonders erkenntlich zeigen. So wie damals Anna Marie Jarvis. Sie ist sozusagen die Erfinderin des Muttertags.
Ursprung in Amerika


Dieser besondere Tag hat seinen Ursprung nämlich in Amerika und wurde dort 1907 von Anna Marie Jarvis in Grafton ins Leben gerufen. Grafton ist ein kleiner Ort im US-Bundesstaat West Virginia. Dort lebte Anna Marie Jarvis, und dort veranstaltete sie auch am 12. Mai 1907 einen Gedenkgottesdienst zu Ehren ihrer Mutter. Diese war zwei Jahre zuvor gestorben und hatte sich zu Lebzeiten sehr für die Rechte von Frauen und Müttern eingesetzt.
Anna Marie Jarvis wollte allerdings nicht, dass es bei diesem einmaligen Gedenktag bleibt. Deshalb setzte sie sich dafür ein, ihren Tag der Mutter als richtigen und dauerhaften Feiertag einzuführen - natürlich nicht nur für ihre Mutter, sondern für alle Mütter.
Und sie hatte Erfolg: So wurde im Jahr darauf am zweiten Maisonntag in den USA der erste offizielle Muttertag gefeiert.
500 rote und weiße Nelken

Lucky braucht noch ein Geschenk zum Muttertag. Vielleicht einen Blumenstrauß? Die Leseratte guckt sich schon mal im Garten um.TV-Foto: Klaus Kimmling.


Anna Marie Jarvis ließ dabei in ihrer Heimatkirche 500 rote und weiße Nelken verteilen. Mit den roten Nelken sollten die lebenden Mütter geehrt werden und mit den weißen Nelken die bereits gestorbenen.
In Deutschland wurde der Muttertag erst 1922 eingeführt. Allerdings nicht von der Frauenbewegung, sondern vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. Der Verband hatte nämlich erkannt, dass sich mit einem Tag zu Ehren der Mütter durch den Verkauf von Blumen viel Geld verdienen lässt.
Auf Drängen der Blumenhändler wurde dann schließlich der zweite Sonntag im Mai als offizieller Muttertag eingerichtet. Und daran hat sich auch bis heute mit wenigen Ausnahmen nichts geändert.
Für Lucky bedeutet das, dass ihm jetzt noch fünf Tage bleiben, um sich ein tolles Muttertagsgeschenk auszudenken. Er hat zwar immer noch keine Idee, aber irgendetwas wird ihm schon einfallen.
Denn Leseratten sind sehr kreativ. Und irgendwo hat Lucky auch einmal gelesen, dass einem beim Ausräumen der Spülmaschine, beim Wegräumen der eigenen Klamotten und beim Abkratzen der Zahnpastareste vom Waschbecken die besten Ideen kommen.

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