Ein Fest der Freundschaft

Seit 50 Jahren besteht die Freundschaft zwischen den Städten Trier und Ascoli Piceno. Anlässlich dieses Jubiläums war am vergangenen Wochenende eine Delegation aus Trier in der italienischen Partnerstadt zu Gast.

Trier/Ascoli Piceno. (red) Mit einem Festakt im historischen Palazzo dei Capitani, dem Rathaus von Ascoli Piceno, hat Triers italienische Partnerstadt am vergangenen Wochenende an das 50-jährige Bestehen der Städtefreundschaft erinnert. Ascolis Bürgermeister Piero Celani sagte, die Vision der europäischen Völkerverständigung habe beim Zustandekommen der Städtepartnerschaft vor 50 Jahren Pate gestanden. Auch wenn sich Europa derzeit stark verändere, werde die kommunale Brücke über die Alpen bestehen bleiben. Celani hatte die Gäste aus Trier in deutscher Sprache willkommen geheißen.

Oberbürgermeister Klaus Jensen sagte, viele der mit der Städtepartnerschaft gehegten Erwartungen und Hoffnungen hätten sich erfüllt. Vor allem durch den Schüleraustausch sei es zu ungezählten Begegnungen gekommen. Es sei ein "Glück, in einem vereinigten Europa in Frieden miteinander zu leben und sich begegnen" zu können. Seinen Dank brachte Jensen auch mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt zum Ausdruck.

Der Trierer Oberbürgermeister stand an der Spitze einer offiziellen Delegation, der die Stadtvorstandsmitglieder Ulrich Holkenbrink und Simone Kaes-Torchiani sowie Repräsentanten der im Stadtrat vertretenen Fraktionen angehörten.

Begleitet wurde er von einer Gruppe der Ascoli Piceno-Trier-Gesellschaft und Mitgliedern des Trie rer Bach-Chores, der im Dom von Ascoli ein Konzert gab. Das Vokalensemble hatte auch die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes am Sonntagmorgen übernommen. Die Messe wurde von Bischof Montevecchi und dem Trierer Weihbischof Stephan Ackermann zelebriert.

Trierer Delegation in historischen Kostümen



Zu den Höhepunkten des Programms zählte der Besuch des "Quintana"-Reiterwettbewerbs, bei dem die historischen Stadtteile Ascolis um die Siegesfahne des "Palio" kämpfen. Bei den farbenprächtigen Umzügen zogen OB Jensen und die Beigeordnete Kaes-Torchiani in mittelalterlichen Magistratsroben sowie Andrea Lanfer von der Ascoli Piceno-Trier-Gesellschaft als "Dame der Quintana" mit durch die Stadt.

Sein Gastgeschenk - eine von Trierer Bürgern selbst hergestellte Parkbank - wollte OB Jensen als "Ort möglichst vieler Begegnungen von Menschen aus unseren beiden Städten" verstanden wissen.

In Trier wird das 50-jährige Bestehen der Städtefreundschaft am letzten Augustwochenende gefeiert. Hierzu werden auch offizielle Repräsentanten der Stadt Ascoli erwartet.