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Ein Festival wird zum Gesamtkunstwerk

Ein Festival wird zum Gesamtkunstwerk

Begehbare Kunst, Experimente und Musik - beim "Festival der Kunst und der Wissenschaft" soll am Freitag und Samstag, 11. und 12. Mai, am Kornmarkt die Wahrnehmung der Besucher verschärft werden. An zwei Tagen können die Besucher Vorträgen von Psychologen lauschen, Kunstexperimente bestaunen und zum Beispiel Holzskulpturen selbst ertasten.

Trier. Ist das Kunst oder kann das weg? Ob Gemälde, Skulptur oder Videokunst - meist erkennt der Laie die Absichten des Künstlers darin nicht wieder oder fühlt sich mit der Kunst überfordert. Monika Dorniak und ihre Kommilitonin Miriam Maibücher wollen dem Abhilfe schaffen. Gemeinsam haben die Studentinnen das "Festival der Kunst und der Wissenschaft" initiiert, das heute um 18 Uhr in der Alten Post am Kornmarkt eröffnet wird.
Dorniak ist in Prüm in der Eifel geboren, dann zog es sie in die weite Welt. Die 23-Jährige studierte in London Modedesign und arbeitete dann in Berlin. Doch das Modebusiness sei ihr "zu oberflächlich" gewesen. Also kam sie zurück in die Heimat und an die Universität Trier, wo sie nun Psychologie studiert. Dort fasziniere sie das Zusammenspiel von Wissenschaft und Kreativität. "Als ich wieder nach Trier kam, hatte ich gleich das Gefühl: Hier musst du etwas machen!"
Gesagt, getan. Nach zähen Verhandlungen mit der Stadt über den Veranstaltungsort und vor allem über die Art der Veranstaltung "haben wir am Ende alle Hürden der Bürokratie genommen". Dass die Veranstaltung neu ist, beweist die Tatsache, dass die Stadt Trier dank der Anträge von Dorniak und ihren Mitstreitern nun einen Musterantrag für solche Veranstaltungen hat.
Das Festival diene als Gesamtkunstwerk, durch das die Besucher wandern und beispielsweise Holzskulpturen ertasten könnten. Am Samstag ab 14 Uhr präsentieren Unistudenten psychologische Experimente, ab 15 Uhr gibt es im Innenhof der Alten Post diverse Konzerte von Musikern aus Berlin, Rom oder Paris (siehe Programm).
"Wir wollen die Zusammenarbeit von Künstlern in Trier fördern und Netzwerke schaffen", sagt Dorniak. Zudem diene das Festival der Entschleunigung des Alltags. "Viele Menschen wissen nicht mehr, was Wahrnehmung ist und nehmen viele Dinge im Alltag nicht bewusst wahr."