1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Ein Glas Rosé-Sekt zum Ehrentag

Ein Glas Rosé-Sekt zum Ehrentag

Katharina Pallien feiert ihren 100. Geburtstag, auch dank "guter Gene", sagt ihr Arzt.

Trier Am 16. November 1917 besuchte der deutsche Kaiser Wilhelm II. die deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen an der italienischen Front. Nicht ganz so geschichtsträchtig und auch viel friedlicher geht es hundert Jahre später in Trier zu. In der Residenz am Zuckerberg besucht der Ortsvorsteher von Trier-Mitte/Gartenfeld, Dominik Heinrich, Katharina Pallien anlässlich ihres Geburtstags.
Sie erblickte das Licht der Welt während des Ersten Weltkriegs. Als Katharina Palliens Ehemann während des Zweiten Weltkriegs in russische Gefangenschaft geriet, nähte die gelernte Schneiderin Uniformen für französische Offiziere, um ihre Familie zu ernähren. Nach seiner Rückkehr lebten die Palliens in Euren. Inzwischen ist sie Witwe und lebt seit 17 Jahren in der Residenz am Zuckerberg. Dort fühlt sich die in Minden geborene Mutter von drei Kindern, Oma von sechs Enkeln und fünffache Urgroßmutter wohl und begrüßt an ihrem Ehrentag freundlich lächelnd den Ortsvorsteher. Nach dessen Gratulationsworten wünscht sie ihm wiederum "Gesundheit und Zufriedenheit". Sie erklärt: "Alles, was man selbst zum Geburtstag gewünscht bekommt, wünsche ich Ihnen auch!" Sohn Johannes schenkt allen Gratulanten Sekt ein: "Für meine Mutter gibt es Rosésekt, den trinkt sie am liebsten", sagt er. Der langjährige Hausarzt von Katharina Pallien, Dr. Georg Wittschier, der heute einen Hausbesuch der besonderen Art macht, hat nichts dagegen. "Frau Pallien hat gute Gene, keine Risikofaktoren, hat nie geraucht", erzählt er, und Johannes Pallien scherzt: "Eigentlich müsste der Arzt anlässlich des 100. Geburtstags eine Prämie bekommen."
Katharina Pallien lächelt wieder fröhlich in die Runde und genießt die Aufmerksamkeit und Blumen, die ihr von ihren Gästen überreicht werden.