Ein großes Herz für das Allgemeinwohl

Ein großes Herz für das Allgemeinwohl

Das Geheimnis ist gelüftet: Der Karnevalsverein Waldrach hat zum 36. Mal seinen Riesling-Orden verliehen. Die Ehre wird dem Gutweiler Gemeindechef und kommunalpolitischen Urgestein Günther Jakobs zuteil.

Waldrach. Günther Jakobs, Ortsbürgermeister von Gutweiler, ist der 36. Träger des Riesling-Ordens des Karnevalsvereins Waldrach (KVW). Seit 1977 würdigt der Orden Menschen, die sich um das Ruwertal verdient gemacht haben. Jakobs bedankte sich in Reimform: "musst auch ich erst siebzig werden, um so auserwählt auf Erden".
Für Laudator Landrat Günther Schartz hat sich der 70-Jährige (siehe Extra) den Orden verdient. Er sei nicht nur ein fröhlicher Mensch, der es verstehe zu genießen und gern mit Menschen zu tun habe. Er verfüge auch über "viel Toleranz und ein großes Herz" und vereine Eigenschaften wie Tatkraft, Energie, Einsatzbereitschaft, Fleiß, Unabhängigkeit, gesundes Selbstbewusstsein oder seine "ausnahmslose Orientierung am Wohl der Allgemeinheit". Außerdem sei Jakobs bürgernah und vorausschauend, könne Menschen begeistern und zielgenau entscheiden: ein Vorbild, das sich obendrein im Tal auskenne wie in seiner eigenen Westentasche.
Lob für Jugendorchester



Erste Gratulanten waren Ruwer-Weinkönigin Laura Steffes und Prinzessin Elisabeth sowie Ortsbürgermeister Heinfried Carduck, der Jakobs "im Club der Ordensträger" begrüßte.
Lob erntete auch das Jugendorchester der Winzerkapelle, das nach der Inthronisation des Kinderprinzenpaares aufspielte. Der Nachwuchs beweise, dass die aktuellen Bauaktivitäten im Ort gerechtfertigt seien, sagte Schartz. Bürgermeister Bernhard Busch gratulierte zum tollen Session-Auftakt in der Schulaula, in der wie KVW-Vorsitzender Frank Hau hofft, auch nach einem Trägerwechsel gefeiert werden soll.
urs
Extra

Günther Jakobs, seit 1986 Ortsbürgermeister, engagiert sich seit 1969 im Gemeinderat, seit 1985 im Kreistag und seit 1989 als erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Ruwer, deren Rat er seit 1974 angehört. Zudem bringt sich der CDU-Politiker im Kreisausschuss und seit 18 Jahren im Kreisrechtsausschuss ein. Sein Engagement krönen Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz und die Freiherr-vom-Stein-Plakette. 1968 war er Mitbegründer des Sportvereins Gutweiler, den er bis 1995 leitete und Projekte wie Sportplatz und Clubhaus-Neubau voranbrachte. Als Gemeindechef realisierte er den Drei-Ärzte-Brunnen, den Umbau vom Pfarr- zum Jugendheim, die Sanierung altes Pfarrhaus sowie drei Neubaugebiete. Seit Jahrzehnten ist er Schöffe am Amtsgericht Trier und ehrenamtlicher Richter am Oberverwaltungsgericht Koblenz. Beruflich ging Jakobs erst diesen Sommer in Rente: Er war seit 1989 Geschäftsführer des Trie rer Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. urs