Ein guter Platz für neue Schulen

Ein guter Platz für neue Schulen

Der Schulstandort Schweich soll weiter wachsen: Für eine neue Grundschule der Verbandsgemeinde Schweich und eine neue Förderschule des Kreises bietet die Stadt eine Fläche nordwestlich des Baugebiets Ermesgraben an; nach Expertenmeinung ein sehr geeigneter Standort.

Schweich. Die aus den 60er Jahren stammende Schweicher Grundschule am Bodenländchen hat die Grenzen ihrer Aufnahmekapazität schon überschritten. Steigende Kinderzahlen durch den Zuzug junger Familien und ein attraktives Ganztagsangebot lassen den maroden Bau aus den Nähten platzen. Die Schule liegt im eng bebauten Stadtkern - der Platz für einen großzügigen Um- und Ausbau fehlt.

Stadt stellt Grundstück bereit


2011 beschloss der Verbandsgemeinderat daher den Neubau an einem anderen Standort. Die Stadt Schweich wurde beauftragt, ein entsprechendes Grundstück bereitzustellen. Nach längerer Suche geriet das Gelände im Dreieck Bahnhofstraße/K 39 nordwestlich vom Ermesgraben in die engere Wahl (TV vom 4. August). Ein Teil dieser Fläche war zuvor bereits für den Bau einer Kindertagesstätte der Lebenshilfe vorgesehen, doch bietet das bisher landwirtschaftlich genutzte Areal noch genügend Raum für weitere Projekte.
Im Juni 2012 beschloss der Kreistag, die Trägerschaft an der Treverer-Schule zu übernehmen. Die Einrichtung für mehrfach Behinderte soll aus dem Trierer Stadtgebiet in den Kreis umgesiedelt werden. Für einen dringend erforderlichen Neubau hatte sich in Trier kein geeigneter Standort gefunden. Nach der Übernahme durch den Kreis fiel die Wahl dann auf Schweich. Dort wäre, so die Vermutung, auch für dieses dritte Neubauprojekt noch Platz auf den Flächen zwischen Bahnhofstraße und K 39. Diese Annahme wird durch eine jüngst vorgestellte Machbarkeitsstudie des Planungsbüros igr AG aus Rockeskyll bestätigt. Im Auftrag der Stadt hatten die Experten das infrage kommende, rund 34 000 Quadratmeter umfassende Gebiet auf seine Vor- und Nachteile hin abgeklopft, wobei sie von folgenden Eckdaten ausgingen:
Die Verbandsgemeinde Schweich will eine neue vierzügige Grundschule für etwa 400 Kinder errichten. Beförderung: vier große Busse, ein Kleinbus und eine unbestimmte Zahl an Elternautos.
Der Kreis Trier-Saarburg baut als Ersatz für die alte Treverer Schule eine neue Förderschule. Die mittelfristige Prognose geht von rund 80 Schülern aus - derzeit sind es 90 bis 100. Beförderung mit etwa 20 Kleinbussen.
Der Verein Lebenshilfe, Kreisvereinigung Trier-Saarburg, plant auf einem Nachbargelände ein Wohnheim und einen integrativen Fünf-Gruppen-Kindergarten mit bis zu 15 Plätzen für Behinderte. Beförderung mit Kleinbussen.
Die Planer haben die Beziehungen und Wechselwirkungen der Neubauprojekte auf ihr künftiges Umfeld analysiert. Unter die Lupe genommen wurden die Möglichkeiten der örtlichen und überörtlichen Verkehrsanbindungen, untersucht wurden möglichen Beeinträchtigungen durch Verkehrslärm von der stark befahreren K 39, zu prüfen waren die Möglichkeiten der Wasserver- und -entsorgung, der Energieversorgung, die Auswirkungen des Gesamtprojekts auf die Umwelt sowie die Topographie des Geländes.
Die Bilanz von igr-Vorstand Hubert Bruch fällt positiv aus. "Die Fläche ist für die Projekte gut geeignet und bietet Synergieeffekte für alle Einrichtungen wie ein gemeinsames Blockheizkraftwerk, gemeinsame Küche und Stellplätze, gemeinsame Sportanlagen und Freiflächen", sagt Bruch. Als Pluspunkte nennt er auch die Fußweganbindung zum Baugebiet Ermesgraben und eine unmittelbare Busanbindung. Bruch: "Als Standort empfehlenswert."