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Ein Haltepunkt und andere Wünsche

Ein Haltepunkt und andere Wünsche

Die Westerwälder haben einen, die Rheinhessen auch, nur der Regionale Raumordnungsplan für die Region Trier ist immer noch nicht fertig. Das umfangreiche Werk soll unter anderem klären, wo Windräder aufgestellt werden können. Die Mitglieder des Kreistags Trier-Saarburg haben nun Änderungswünsche angemeldet.

Trier/Saarburg. Wo dürfen Windräder stehen, welche Bedeutung soll der Abbau von Gips haben und welche Gemeinden eignen sich besonders für Wohnungsbau? Auf all diese Fragen soll der Regionale Raumordnungsplan Antworten geben. Das umfangreiche Werk ist Grundlage der Raumentwicklung. Das hört sich sehr theoretisch an. Es hat jedoch praktische Auswirkungen.
Teil des Plans sind beispielsweise regionale Grünzüge und eine Definition dessen, was landesweit bedeutsame historische Kulturlandschaften sind. Dort dürfen beispielsweise keine Windräder gebaut werden - egal wie heftig der Wind weht.
Anders als in allen anderen Regionen im Bundesland Rheinland-Pfalz gibt es für den Raum Trier noch keinen gültigen Raumordnungsplan. Denn nach Auskunft von Trier-Saarburgs Landrat Günther Schartz sei es nicht gelungen, noch vor den Kommunalwahlen im Mai den Abstimmungsprozess zwischen den Beteiligten abzuschließen. Ähnlich wie in vielen Verbandsgemeinden haben nun die Mitglieder des Kreistags in dessen jüngster Sitzung versucht, den Sack zuzumachen und ihre Stellungnahme zum Entwurf des Planwerks zu verabschieden. Doch offensichtlich gibt es zahlreiche Änderungswünsche.
Einige brachte CDU-Fraktionschef Bernd Henter an. So soll neben Konz und Schweich auch Saarburg bei der Schaffung von Wohnraum eine wichtige Rolle spielen. Auch möchte er, dass Gewerbegebiete in Saarburg und Hermeskeil als solche mit überregionaler Bedeutung anerkannt werden.
Für die SPD wünschte sich Hans Steuer, dass unter anderem der Bau eines Bahn-Haltepunkts für Ockfen-Irsch geprüft werden soll und die Region um Fell zu den landesweit bedeutsamen historischen Kulturlandschaften gerechnet werden soll.
Eine andere Marschrichtung verfolgte Bernhard Busch, Fraktionschef der FWG. Er warnte davor, mit Vorgaben vonseiten des Kreises den Gemeinden und Verbandsgemeinden zu viele Vorschriften machen zu wollen.
Auf welche Anregungen sich der Kreistag Trier-Saarburg am Ende einigt, ist derzeit noch offen. Erst soll noch einmal im Kreisausschuss darüber gesprochen werden, auf welche Punkte das Gremium Wert legen will. har