Ein heißer Draht für Kinder

Ein heißer Draht für Kinder

TRIER. Es war eine rundherum gelungene Aktion: Am Sonntag bot der Nells Park in einem attraktiven Ambiente Familien einen ganzen Tag Entspannung, Spiel und Spaß.

Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren nach Schätzungen der Veranstalter 1500 bis 2000 Besucher gekommen. Hintergrund der Aktion, die unter anderem von der Initiativen Renaissance Nells Park und Soziale Stadt Trier-Nord vorangetrieben wird: Die traditionsreiche Parkanlage am nördlichen Eingangstor von Trier soll wieder belebt werden. Mit mehreren Unternehmungen sind die Veranstalter bereits auf einem guten Weg, den Park stärker ins öffentliche Bewusstsein als Erholungs- und Freizeitfläche zu rücken. Einen vorläufigen Höhepunkt in der Reihe gelungener Wiederbelebungsversuche erfuhr das Nells Ländchen mit dem Familienfest am Sonntag.Mehr Gäste als im Vorjahr

Trotz vieler parallel stattfindender Feste strömten bereits pünktlich zur Eröffnung ganze Familienverbände in den Nells Park. "Auf jeden Fall mehr Gäste als im Vorjahr”, sagte Wolfgang Bauer, Leiter der benachbarten Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende am frühen Nachmittag. An diesem Stand, betreut von Asylsuchenden, warteten die Kinder geduldig darauf, am "heißen Draht” ihre Geschicklichkeit zu zeigen. Apropos Kinderspiele: Das Angebot war eine reichhaltige Mischung, die von Einrichtungen aus Trier-Nord und anderen städtischen und kirchlichen Gruppen präsentiert wurden. Ein Flohmarkt, Luftballonwettbewerb, Geschicklichkeitsspiele, Fußball, Bastelaktionen oder etwa das Modellschiffefahren waren heiß umlagerte Attraktionen. "Ein überaus breites Angebot, fantastisches Wetter und ein herrlicher Park”, resümierte eine zufriedene Mutter, deren Kinder an der Aktion "Laufabzeichen für Grundschulen” mitgemacht hatten und von den Helfern mit Wasser versorgt wurden. Ebenfalls sportlich ging es im Bewegungsparcours der Integrativen Kindertagesstätte "Leuchtturm" zu. Wer selbst wegen zu kurzer Beinchen noch nicht mit dem Hüpfball zu Rande kam, wurde kurzerhand von Oma, Papa oder der früheren Ruwertalkönigin Anne Wollscheid durch die Hindernisstrecke "gehüpft". Ein Hingucker war gleichfalls der Auftritt der Westerntanzgruppe Tawern. Um deren schwungvolle Tänze in Eigenchoreografie zu sehen, gaben viele Besucher ihre sicheren Schattenplätze unter Bäumen auf. "Die Stadt sind wir"

Besonders wegen der Musik von Nolina & the Maze seien sie zum Familienfest gekommen, freuten sich die Besucher Heike Rosenkranz und Bernd Irmen aus Kürenz. Eine Formation, die bereits im Vorjahr wegen ihres swingend-groovigen Sounds viele Sympathien errungen hatte. Die gute Stimmung bei dem Familienfest wurde auch in der Begrüßung von Quartiersmanagerin Maria Ohlig, TV-Redakteur Dieter Lintz und Oberbürgermeister Helmut Schröer an die Gäste transportiert. "Entscheidend ist, dass sich die Bürger zusammentun”, sagte Schröer. In der Tat gibt es bereits "Nachahmungstäter" wie in Trier-West, wo ebenfalls ein Stadtteilfest auf die Beine gestellt wurde. Für OB Schröer ein Schritt in die richtige Richtung: "Die Stadt sind wir!"

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