Ein Lob an die schnelle Polizei

Ich hatte meiner Bärbel ja an Silvester fest versprochen, in diesem Jahr nicht nur zu meckern, sondern auch mal was positiv zu sehen. Das hab ich hier ja auch öffentlich belobigt. Und weil schon April ist, will ich damit jetzt mal anfangen: Am Mittwochabend sind meine Bärbel und ich beinahe überfahren worden.

Das ist jetzt erstmal ja noch nicht direkt was Positives, aber das kommt noch. Wir kamen spätabends aus dem Kino in der Moselstraße. Wir gucken links, gucken rechts und machen uns ab über die Fahrbahn. Auf einmal ein Motorröhren und ein Reifenquietschen, dass mein Herz in die Hose gerutscht ist. Und dann kommt der Raser auch schon um die Kurve geflitzt, mit 180 Sachen, so hat es sich zumindest angehört. Wir nix wie über die Straße und mit einem Sprung auf den Bürgersteig. Sekundenbruchteile später und keinen halben Meter von uns entfernt rast das Auto an uns vorbei, fliegt weiter Richtung Pferdemarkt und rutscht mit quietschenden Reifen über den Zebrastreifen. Anhalten hätte der Raser definitiv nicht können, wenn da jemand gestanden hätte. "Das war eine gefährliche Gefährdung!", schimpft meine Bärbel und will prompt bei der Polizei eine Anzeige aufgeben. Das Nummernschild hat sie sich nämlich gemerkt. "Das bringt doch nix, da sitzen wir nur stundenlang rum, und die tun eh nix", seufze ich und sehe mal wieder Schwarz. Aber meine Bärbel lässt sich nicht beirren. Wir also ab auf die Wache. Und siehe da: Kaum Wartezeit, ein überaus freundliche Polizist, der uns ernst nimmt und uns ausführlich befragt, wie die gefährliche Gefährdung denn passiert ist. Weil wir den Fahrer nicht beschreiben können, macht uns der Beamte zwar nicht viel Mut, dass aus unserer Anzeige was wird. Aber immerhin haben wir uns gewehrt. Kann ja nicht sein, dass so jemand völlig ungestört durch die Gegend rast. Als wir eine Stunde später wieder zu Hause sind, klingelt's Telefon: Eine Polizeistreife hat den Raser schon im Straßenverkehr aufgegriffen. Das nenn' ich mal schnelle Ermittlung!