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Ein Mann will gemeinsam mit 1800 Einwohnern Flagge zeigen

Ein Mann will gemeinsam mit 1800 Einwohnern Flagge zeigen

Der Ortsvorsteher von Schweich-Issel ist kein Neuling im Bereich der Kommunalpolitik. Schon von Kindesbeinen an erlebte er mit, was in diesem Geschäft der Alltag ist.

Schweich-Issel. "Schon mein Vater war kommunalpolitisch aktiv. So wurde ich von Kindheit an schon mit dem Geschehen vertraut gemacht", erzählt der neue Ortsvorsteher von Schweich-Issel. Lehnert löst damit seinen Vorgänger Kurt Heinz, den die Menschen liebevoll "Mister Issel" nennen, ab. Heinz übte 20 Jahre das Ehrenamt aus.
Der neue Ortsvorsteher selbst kann auf viele Jahre in der Kommunalpolitik zurückblicken. Bereits 1999 wurde er in den Ortsbeirat Issel gewählt. 2001 wurde er zweiter Beigeordneter der Stadt Schweich und kam schon drei Jahre später in den Stadtrat. Den Fraktionsvorsitz bei der Freien Wählergruppe im Verbandsgemeinderat Schweich übernahm der 47-Jährige im Jahr 2004. Der gebürtige Isseler, der Ortsteil wurde 1969 eingemeindet, will sein selbstbewusstes Issel bestens vertreten. Mit den 1800 Einwohnern will der Vater einer Tochter "Flagge zeigen". Durch den stets guten Zusammenhalt hätten der Ortsteil und die Stadt prächtige Erfolge zu verzeichnen. "So soll es weitergehen. Wir sind vom Willen getragen, etwas voranzubringen", wünscht er sich.
Dazu werden er, seine elf Mitglieder im Ortsbeirat und sein Vertreter Bruno Schmitz (CDU) an einem Strang ziehen. Lehnert erklärt: "Unser Mister Issel hat große Fußspuren hinterlassen. Diese Schuhe will ich mir aber nicht anziehen. Jeder soll seinen eigenen Weg beschreiten." Als Erstes gilt es jetzt für Lehnert, ein Umkleidegebäude am Sportplatz am Stefan-Andres-Schulzentrum zu realisieren. Der Tus Issel hat seinen Fußballplatz im Ortsteil aufgegeben und trainiert und spielt nur noch auf Kunstrasen. Wichtig sei aber auch der Straßenausbau in der Schulstraße und dem Kirchgarten.
Die Besonderheit daran: In der Schulstraße soll der Parkplatz vor der ICV-Halle mit einer "Sparausführung" befestigt werden. Schließlich sei dies der einzige große Parkplatz in Issel. Dabei soll aber auch eine Wasser- und Stromzufuhr verlegt werden, um Open-Air-Feste feiern zu können. Den Gedanken um die Belegung der letzten freien Stellen im Gewerbegebiet lässt der Sägewerkbesitzer freien Lauf, wenn er sich als Jäger auf dem Hochsitz auf Mehringer Gemarkung erholt. dis