Ein neuer Treff 3000 wird akzeptiert

Gerüchte über die Neuansiedlung eines Einkaufsmarkts zwischen Pluwig und Gusterath hatten eine teilweise emotional geladene Diskussion in den Orten ausgelöst. Inzwischen steht fest, dass der vorhandene Discountmarkt Treff 3000 nur seinen Standort dorthin verlagern will. Die meisten Pluwiger begrüßen dies - doch was sagen die Gusterather?

 Ortsbürgermeister Alfred Bläser. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Ortsbürgermeister Alfred Bläser. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Gusterath/Pluwig. (f.k.) Soll der Pluwiger Discountmarkt Treff 3000 seinen Standortwechsel auf die "Grüne Wiese" zwischen Gusterath und Pluwig verlagern? Wäre seine Vergrößerung auf 700 bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und rund 60 Parkplätze an dieser Stelle akzeptabel? Das Ergebnis einer Meinungsumfrage unter der Pluwiger Bevölkerung war eindeutig: Die Mehrheit will den neuen Markt - und viele würden dort sogar noch öfter einkaufen als bisher im alten Treff 3000 im Ortskern (TV vom Donnerstag).

Wie wird die mögliche Ansiedlung eines Treff-3000-Markts an der K 57 in der Nachbargemeinde Gusterath gesehen? Der TV fragte den Gusterather Ortsbürgermeister Alfred Bläser.

Gegen das Projekt hatte sich in Gusterath schon frühzeitig Widerstand geregt. Ist diese Diskussion inzwischen abgeflaut?

Der Widerstand regte sich in erster Linie gegen die Ansiedlung eines großen Discounters wie Aldi, Lidl oder andere. Eine Verlegung des bestehenden Treff-3000-Markts lässt dies in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Wäre der neue Markt nicht auch für Gusterath ein Meilenstein für die künftige Sicherung der Nahversorgung?

Natürlich bin ich auch an einer Sicherung der Nahortversorgung interessiert, dies sollte aber immer in Einbindung mit den bestehenden Geschäften unserer Region erfolgen. Eine Verlagerung und Vergrößerung eines bestehenden Markts, wie dies jetzt der Fall ist, erscheint mir der richtige Weg.

Sollte der neue Treff kommen, befürchten viele Gusterather das Aus für das noch vorhandene Versorgungsangebot in der eigenen Gemeinde. Wie sehen Sie die Zukunft des örtlichen Lebensmittelgeschäfts?

Der Treff besteht ja schon zurzeit, deshalb wird sich an der jetzigen Situation mit dem neuen Markt nicht soviel verändern. Im Rahmen unserer Möglichkeiten als Ortsgemeinde versuchen wir, unser Lebensmittelgeschäft zu erhalten. Es gab diesbezüglich auch schon Gespräche mit der Inhaberin. Ich sehe die Zukunft durchaus positiv.

Was sagen Sie zum Ergebnis der Pluwiger Umfrage?

Das Ergebnis hat mich nicht überrascht. Nachdem die Aussagen aus der Gerüchteküche relativiert wurden, und es um die Zukunft des bestehenden Marktes geht, war dies zu erwarten.

Hätte die Umfrage nicht auch auf Gusterath ausgedehnt werden können. Warum ist dies nicht geschehen?

Da es ja nur noch um eine Verlagerung des bestehenden Marktes in Pluwig ging und auch die Größe des Marktes bei 800 Quadratmeter liegt, ist dies zuerst einmal Angelegenheit der Ortsgemeinde Pluwig. Die Ortsgemeinde Gusterath wäre nur bei einer Größe von mehr als 800 Quadratmetern am Verfahren beteiligt gewesen, dies ist aber nicht der Fall.