Ein Ort der Erinnerung

Das Demenzzentrum in Trier besteht seit zehn Jahren. Das wird mit einer Feierstunde und mit einem anschließenden Fest am Sonntag, 12. Juni, von 11 bis 17 Uhr im Ärztehaus in der Engelstraße 31 gefeiert. Alle Interessierten sind eingeladen.

Trier. Was im Jahr 2006 mit zwei halbtags Beschäftigten als Beratungsstelle mit viel Skepsis begann, ist heute aus der Versorgungslandschaft für demenzerkrankte Menschen und deren Angehörige nicht mehr wegzudenken.
Die Arbeit des Vereins, der zur Weiterführung nach einer Modellprojektphase 2008 gegründet wurde, deckt eine breite Palette an Aufgaben ab: Neben der Beratung werden kontinuierlich innovative Projekte ins Leben gerufen: Museumsbesuche, Arbeit in Kindergärten und Schulen und Wanderungen.
Darüber hinaus betreibt der Verein eine breite Öffentlichkeitsarbeit mit Fortbildungen und Vorträgen, außerdem werden Entlastungsangebote für pflegende Angehörige bereitgehalten sowie das Ehrenamt gefördert.
Beim Jubiläumsfest am Sonntag werden nach den Ansprachen offene Kurzworkshops zum Mitmachen angeboten: Sport, Singen und ein Gedächtnistraining zeigen anschaulich, wie der Verein arbeitet. Auch ein Therapiehund wird dabei sein, und der Museumskoffer des Städtischen Museums führt die Gäste in frühere Zeiten Triers zurück. Im gesamten Haus wird ein Parcours bereitgestellt, bei dem man erleben kann, wie es ist, alt zu werden.
Professor Matthias Maschke, ärztlicher Leiter des Demenzzentrums und Nachfolger des Gründungsvaters Professor Bernd Krönig, hält um 14 Uhr einen Vortrag "Demenz - Was nun?". Um 14.30 Uhr geht es in einem weiteren Vortrag um die "Innenwelt" demenzerkrankter Menschen.
Den Tag abschließen wird der Chor des Demenzzentrums um 15.15 Uhr mit einem Konzert der besonderen Art. Spätestens dann wird die eine oder andere Träne fließen, da sind sich die Veranstalter sicher. "Es ist wunderbar, auf eine solch erfolgreiche Zeit zurückzublicken", sagt Krönig.
Alle Interessierten sind eingeladen, sich ein Bild über die Arbeit des Demenzzentrums zu machen. red
Extra

Die Workshops beginnen um 12 Uhr und dauern jeweils 20 Minuten. Ab 13 Uhr gibt es ein Büfett, eine Stunde später beginnen die Fachvorträge. Von 15.15 bis 16 Uhr singt der etwas andere Chor des Demenzzentrums "Für uns soll's rote Rosen regnen" und präsentiert ein Konzert zum Mitsingen in der Sporthalle. Anschließend können die Hochbeete des Demenzzentrums besichtigt werden. red