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Ein "Pellinger Jung" vertritt Trier in Berlin

Ein "Pellinger Jung" vertritt Trier in Berlin

Andreas Steier ist nun auch ganz offiziell Bundestagsabgeordneter. Zur Arbeit will er künftig mit dem Fahrrad fahren. Und mit einem der bekanntesten deutschen Kunstturner zusammen kicken.

Gut vier Wochen ist die Bundestagswahl her. Für Andreas Steier, neuer CDU-Bundestagsabgeordneter für Trier und Trier-Saarburg, fühlt sich denn auch alles noch recht ungewohnt an. Zumal sich das neue Parlament erst am Dienstag konstituiert hat und die frisch gewählten Mandatsträger erst seitdem auch ganz offiziell Abgeordnete sind. TV-Redakteurin Christiane Wolff hat mit dem 45-Jährigen, der mit Frau und drei Kindern in Pellingen wohnt, über seine erste Bundestagssitzung gesprochen. Und darüber, ob der Aushilfstorwart in der Hauptstadt schon eine Trainingsmöglichkeit gefunden hat.Wie hat sich denn der erste richtige Tag als Abgeordneter so angefühlt?Andreas Steier: "Wenn man das erste Mal ins Plenum reinkommt und sieht, wer da alles so sitzt, dann ist das schon aufregend. Klar, die Abgeordneten aus dem Trierer Wahlkreis kenne ich, und auch einige Gesichter aus der eigenen Fraktion, aber die meisten hat man eben noch nie gesehen. Anders, als zum Beispiel im Kreistag oder Stadtrat werden neue Mandatsträger im Bundestag nicht vereidigt. Aber bei der Wahl von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sind alle namentlich aufgerufen worden und ich muss sagen, das war schon ein bewegender Moment - die Region Trier, die Menschen, für die man das Beste will, im Bundestag vertreten zu dürfen, das ist ein tolles Privileg! Aber die Verantwortung lastet auch auf einem…"Steht denn schon fest, für welche Themen Sie in der Fraktion zuständig sein werden?Steier: Die Fachausschüsse sind ja noch nicht besetzt. Aber wir konnten Wünsche äußern, wie wir uns einbringen wollen. Ich habe die Themen Bildung, Forschung und Digitalisierung angegeben. Außerdem bin ich dem Parlamentskreis Mittelstand beigetreten, der eng mit der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU zusammenarbeitet, deren Vorsitzender ich ja in Trier und Trier-Saarburg bin. Und wie gerne wohnt ein Pellinger Jung - so nennen Sie sich selbst auf Ihrer Homepage - in Berlin?Steier: "Im Moment übernachte ich noch in Hotels, aber ich habe mehrere Wohnungen in Aussicht. Ich möchte auf jeden Fall in der Nähe des Reichstagsgebäudes wohnen, um mit dem Fahrrad zum Büro und zu den Sitzungen fahren zu können. Und in Sachen Großstadt: Ich habe ja auch schon acht Monate lang in Detroit in den USA gewohnt - und das ist noch mal eine ganz andere Nummer als Berlin."Und haben Sie schon einen Fußballverein gefunden, der Sie mittrainieren lässt?Steier: "Nein, einen Verein noch nicht. Aber direkt nach der konstituierenden Sitzung hat Carsten Linnemann, CDU-Abgeordneter aus Paderborn, mir den FC Bundestag vorgeschlagen - eine fraktionsübergreifende Mannschaft, die regelmäßig trainiert. Auch der bekannte ehemalige deutsche Kunstturner Eberhard Gienger, der ebenfalls für die CDU im Bundestag sitzt, spielt da mit. Das werde ich mir auf jeden Fall anschauen, sobald die Muskulatur in meiner Wade nach meinem Achillessehnenriss im vergangenen Mai wieder ausreichend aufgebaut ist."Christiane Wolff Extra

Der Neue übernimmt das Büro des AltenSein Wahlkreisbüro richtet Steier in den Räumlichkeiten ein, in denen auch der Trierer Ex-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster sein Büro hat: In der Trierer Seizstraße, in Nachbarschaft zu den Geschäftsstellen der CDU-Kreisverbände Trier und Trier-Saarburg am Palastgarten. Neu wird die Sekretärin sein: Kasters Mitarbeiterin Gerlinde Fürstenberg ist im Ruhestand. Das neue Wahlkreisbüro von Steier wird Eva-Maria Küsener leiten. Klüsener wird täglich vor Ort sein. "Wann und wie oft ich selbst in Trier sein werde, kann ich dagegen noch nicht genau festlegen", sagt Steier. "Aber auf jeden Fall werde ich für die Bürger erreichbar sein."