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Ein Punkt beendet alles: Bibelroboter schließt Arbeit ab

Ein Punkt beendet alles: Bibelroboter schließt Arbeit ab

Zehneinhalb Monate Arbeit: Der Roboter vor dem Trierer Dom ist fertig. In der Zeit von Mai 2011 bis jetzt hat er für viel Aufsehen gesorgt. Das von ihm geschriebene Buch wird nun gebunden und ausgestellt.

Trier. "... die Welt würde die Bücher nicht fassen, die hier zu schreiben wären" — mit dem Punkt hinter diesem letzten Satz des Johannes-Evangeliums hat der Bibelroboter vor dem Trierer Dom seine Arbeit beendet.
Am 6. Mai 2011 war er als Projekt im Jahr der geistlichen Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt gestartet mit der Aufgabe, die Bibel in der Luther-Übersetzung niederzuschreiben. Das hatte er so zügig erledigt, dass er im Februar fertig war und die vier Evangelien noch einmal abschrieb (der TV berichtete).
Micha Flesch, Kulturbeauftragter des Bistums Trier und der Heilig-Rock-Wallfahrt, erinnerte bei der Finissage des Projekts am Donnerstag daran, dass der Roboter "für manches Aufsehen gesorgt" habe. Nach Aussagen von Tourismusexperten hätte, so Flesch, zwischen Mai 2011 und heute zwischen einer und 1,3 Millionen Menschen die Installation gesehen. Flesch dankte allen Beteiligten, von der Jugendhilfeeinrichtung Helenberg, die den Container gebaut hatte, bis hin zu den Firmen. Vor allem dankte er dem Team um Franz-Josef Karos vom Generalvikariat, das den Roboter fast ein ganzes Jahr über betreut und gewartet hatte.
Die Installation wird nun abgebaut, der Container wird auf dem Helenenberg als Schulraum umfunktioniert, der Roboter geht zurück nach Karlsruhe. Die vom Roboter geschriebene Bibel wird in Zusammenarbeit mit den Künstlern gebunden und im kommenden Jahr im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. redExtra

Vortrag: Im Rahmen der Ausstellung "nüchtern kühn heilig" im Brüderkrankenhaus Trier greift Bernhard Schneider von der Theologischen Fakultät Trier in einem Vortrag die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Heiliger Rock" auf. Termin ist am Montag, 26. März. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Albertus-Magnus-Saal des Krankenhauses und steht unter dem Thema "Ein Stück Stoff schreibt Geschichte - Der heilige Rock in Trier - Eine historische Spurensuche." red