Meine Hilfe zählt: „Ein riesengroßes Dankeschön“

Meine Hilfe zählt : „Ein riesengroßes Dankeschön“

Meine Hilfe zählt: Kinder psychisch kranker Eltern erleben einen stärkenden Tag – Vereine und Organisationen hoffen weiter auf Spenden.

Freude und Dankbarkeit bei Auryn: „Ein riesengroßes Dankeschön!!“, schreibt der Verein unter www.meine-hilfe-zaehlt.de. „Wir möchten uns bei allen Spendern ganz herzlich bedanken, die diesen wunderschönen Tag ermöglicht haben.“ Die Fachstelle Auryn in der Walramsneustraße in Trier ist seit 2001 die einzige Anlaufstelle im Umkreis von rund hundert Kilometern für Kinder psychisch kranker Eltern. Die Kinder können sich ihre Sorgen von der Seele reden, und Mitarbeiter unterstützen sie dabei, besser mit der psychischen Erkrankung des Vaters oder der Mutter und den Folgen umgehen zu können. Auch Aktionen wie den „WaldWunderWeg - Märchenerzählungen, Naturerlebnis, ein Wundertag im Wald!“, das nun voll finanzierte Meine Hilfe zählt-Projekt, bietet Auryn an. Die Märchenerzählerin und Naturpädagogin Gitta Pelzer hatte die Kinder auf einem Streifzug durch den Wald begleitet. Dabei haben die Jungen und Mädchen Märchen gehört und von Pelzer vorbereitete Abenteuerspiele erlebt. Märchen sind etwas ganz Besonderes für Kinder: Das Kind bindet seine eigenen Gefühle an die Figuren, dabei kann es für sich selbst mehr Klarheit und Orientierung erfahren, neuen Mut und Hoffnung schöpfen. So beschreiben Fachleute den Prozess während des buchstäblich märchenhaften Tages im Wald mit Gitta Pelzer.  TV-Leser haben insgesamt 1646 Euro gespendet, den Waldwunderweg möglich gemacht und jedem einzelnen Kind geholfen, besser mit der Erkrankung des Elternteils klarzukommen. Es ist das mittlerweile 390. Projekt, das TV-Leser finanziert haben.

Und das versteckt sich hinter dem Projekt mit der Nummer 54800: Pro Familia setzt sich für Menschenrechte im Bereich von Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung ein. Frauen und Männern sollen über die Zahl ihrer Kinder und den Zeitpunkt der Geburt frei und verantwortlich entscheiden können. Claudia Heltemes, Leiterin der Beratungsstelle Pro Familia in Trier schreibt auf der Internetseite von Meine Hilfe zählt: „Dazu benötigen sie Wissen und Zugang zu möglichst sicheren, gesundheitlich verträglichen und finanziell erschwinglichen Verhütungsmethoden.“ Denn in Deutschland muss, wer 20 Jahre alt ist, Verhütungsmittel komplett selbst bezahlen. Aus dem Beratungsalltag weiß Heltemes: „Frauen werden immer wieder ungewollt schwanger, weil sie sichere Verhütungsmittel nicht bezahlen können.“ Etwa Menschen, die von Hartz-IV leben müssen, Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern. Der Verein Pro Familia Trier bittet um Spenden, damit für eine Frau oder für einen Mann - mit abgeschlossener Familienplanung -, eine Sterilisation bezahlt werden kann und dass Kupfer- und Hormonspiralen finanziert werden können. Insgesamt braucht Pro Familia für das Projekt 2000 Euro, ein Fünftel der Spendensumme ist bereits zusammengekommen.

TV-Leser haben auch ein Herz für Tiere: Der Förderverein Eifeltierheim braucht 11 200 Euro, damit die Tierschützer kranken Katzen helfen können und Tiere weniger leiden müssen. Fast 10 000 Euro haben unsere Leser schon gespendet, genau 84 Prozent der Summe. Das Projekt „MIAU! - Tierschutznotfä(e)lle brauchen Ihre Hilfe“, das unter der Rubrik Aktuelle Stimmen sehr für gute Arbeit gelobt wird, hat die Nummer 58282. Es fehlen noch 1685 Euro – damit Katzen nicht leiden müssen.

Katrin Bornmüller (Mitte) vom IGFM Wittlich hilft auch vor Ort wie hier im irakischen Kurdistan. Foto: TV/IGFM
Helfen Sie dem Eifeltierheim, damit kranke Katzen versorgt werden können. Foto: Förderverein Eifeltierheim e. V.

Bester Spendensammler in der vergangenen Woche war das 21. und jüngste Projekt der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Wittlich. Schon mit seiner Vorstellung im Trierischen Volksfreund war das Projekt „Hilfe für traumatisierte IS Opfer und Flüchtlinge in Kurdistan Irak“ senkrecht gestartet: In den ersten sieben Tagen waren mehr als 1500 Euro eingegangen. So wie bei Auryn herrschte große Freude im Verein.  Katrin Bornmüller, „Chefin“ der Wittlicher IGFM,  bedankte sich herzlich per E-Mail für die Hilfe aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung. Das Besondere an den IGFM-Projekten wie diesem: Bornmüller fährt selbst in die Krisengebiete, macht sich persönlich ein Bild von der verheerenden Situation, denen Menschen dort ausgesetzt sind. Bittet man  die 78-Jährige, die Situation der Geflüchteten in Kurdistan Irak kurz zu beschreiben, sagt sie sofort; „Es fehlt an allem.“ Sie bittet dringend um Spenden unter der Nummer 66638.

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