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Ein Testlauf für den Ernstfall: 35 Verletzte nach Busunfall

Ein Testlauf für den Ernstfall: 35 Verletzte nach Busunfall

Ein umgekippter Bus, Autos, die sich überschlagen haben, eingeklemmte und verletzte Menschen: Diese Situation haben 120 Helfer an der B 51 bei Helenenberg vorgefunden. Allerdings war der Großeinsatz nur eine Simulation; die Feuerwehr und der Malteser Hilfsdienst haben den Ernstfall geübt.

Welschbillig. Horrorszenario an einem stillgelegten Teil der B 51 im Bereich des Helenenberges: Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst üben den Einsatz nach einem Busunfall, bei dem rund 35 Verletzte zu versorgen sind. Als gegen 14 Uhr die ersten Rettungskräfte alarmiert werden, erhalten sie nur die Information, dass es auf der B 51 einen schweren Unfall gegeben hat.
Als sie an der Unglücksstelle ankommen, finden sie einen voll besetzten Bus vor, der mit zwei Autos zusammengestoßen ist. Die Helfer erkennen schnell, dass sie hier nicht allein die nötigen Rettungsmaßnahmen durchführen können. Sie fordern Verstärkung an.
Die Feuerwehrleute beginnen, eingeklemmte Personen mit Hilfe einer Rettungsschere aus Autos und Bus zu befreien. Nach und nach treffen immer mehr Rettungskräfte am Unfallort ein. Sie arbeiten professionell Hand in Hand.
Zwei Zelte werden aufgebaut, damit dort die Verletzten versorgt werden können. Und auch ein Notfallseelsorger kümmert sich um die Opfer.
Zum Glück ist das nur eine Übung, an der rund 120 Helfer beteiligt sind, die Verletzten sind nur Schauspieler, die Wunden sind geschminkt.
Hermann Hurth, der Kreisbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes, ist verantwortlich für das Drehbuch. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen schnellen Einsatzgruppen, Mitarbeitern des Katastrophenschutzes, die nicht im Rettungsdienst tätig sind, und den verschiedenen Feuerwehren zu proben.
"Da wir bald die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier haben und viele Menschen mit Bussen anreisen, ist es gut, solch eine Schadenslage geprobt zu haben", sagt Hurth. Er und der leitende Notarzt waren zufrieden mit der Leistung der Beteiligten. red/siko