Ein toller Job!

In meinem nächsten Leben werde ich Pflasterer. Das muss nämlich ein äußerst sicherer Job sein. Pflasterer sind offenbar so gesucht und viel beschäftigt, dass für das Ausbessern der Pflaster-Fugen auf einem der schönsten Plätze Deutschlands, dem Trierer Hauptmarkt, nur in der Touristen-Hochsaison noch ein Plätzchen im Terminkalender der Pflasterfirmen frei war.Und wenn es dann doch mal - trotz Hochsaison - keine Pflasterarbeiten auf Triers Plätzen und Straßen geben sollte beziehungsweise die Stadt überhaupt kein Geld mehr hat für schlagloch- und fugenfreie Geh- und Radwege, dann verlege ich mich auf andere, zumindest im Sommer definitiv krisensichere Pflaster: "Dr.

Jupp pflegt wunde Füße", schreibe ich mir dann auf ein Schild und eröffne einen kleinen Stand in der City. Die schmerzlindernden, selbstklebenden Streifen werden garantiert zu Selbstläufern! Sie glauben mir nicht? Setzen Sie sich doch einfach mal an einem sonnigen Tag auf die Stufen unter der Zeder am Kornmarkt. Und schauen Sie dann auf die nackigen Füße der schicken Damen, die ihre Zehen, Fersen und Ballen in Riemchen, Schnallen und auf turmhohe Absätze zwingen. Und wie viele Blasen an Zehen, Fersen und Ballen mit Pflastern zugeklebt sind. Aua! Und dann versagt der versiegte Kornmarkt-Brunnen auch noch das dringend benötigte kühlende Fußbad. Tja, wer schön sein will, muss eben leiden. Oder demnächst zu Dr.-Pflaster-Viez-Jupp kommen. Prost!