Ein unerwartetes Vergnügen

Der Malteser Hilfsdienst Trier-Irsch freut sich zurzeit darüber, dass er für ein Jahr einen Porsche Cayenne gewonnen hat. Die ehrenamtlichen Helfer wollen nun viel lieber Auto fahren als vorher. Sorgen machen sie sich um die Spendenbereitschaft angesichts des Wagens.

Trier-Irsch. (cmk) Telefonisch erfuhr Dirk Fahrland, der ehrenamtliche Geschäftsführer und Pressesprecher der Malteser in Trier-Irsch, davon, dass seine Truppe bei einem Gewinnspiel für ein Jahr einen Porsche Cayenne gewonnen hat. "Wir haben das zuerst gar nicht geglaubt", sagt er. Erst nach einigen Telefonaten habe er dann realisiert, dass sie wirklich gewonnen haben. Das Medizin-Technik-Unternehmen Maquet stellt den Irschern aber nicht nur den Porsche zur Verfügung, die Firma bezahlt auch die Steuern und die Versicherung für das Jahr. "Wir übernehmen nur die Spritkosten und die Knöllchen", scherzt Fahrland.

Ein paar Sanitäter aus Irsch haben im November die Rettungsdienst-Fachmesse "Medica" in Düsseldorf besucht. Dort haben sie an einem Gewinnspiel von Maquet teilgenommen und gewonnen. Von dem Preis haben sie dann kurz vor Weihnachten erfahren.

Von außen blitzt das brandneue Fahrzeug orange, weiß und gelb in der typischen Rettungswagen-Lackierung. Auf dem Dach sind Horn und Blaulicht angebracht. Innen ist der Wagen mit Anschlüssen für ein Funkgerät ausgestattet. Aber ist der neue Wagen nicht ein bissschen protzig und wirkt sich auf das Spendenaufkommen aus? "Wenn man da mit dem Cayenne vorfährt, könnte ich mir vorstellen, dass die Spendenbereitschaft zurückgeht. Die Leute könnten ja denken, dass man die Spendengelder für so ein großes Auto rauswirft", sagt Fahrland. Das sei aber rein spekulativ. Man laufe ja schließlich nicht mit der Spendenbüchse herum, sondern finanziere sich hauptsächlich über Mitgliedsbeiträge und den guten Ruf der Malteser, durch den man Spenden erhalte.

Alle wollen fahren - bisher ein richtiger Einsatz



Bislang war der Porsche nur beim Silvesterlauf in Trier im richtigen Einsatz. "Zuerst haben die Leute ungläubig gestaunt. Sie konnten es gar nicht fassen, dass das unser Auto ist. Danach haben sie dann viele Fotos gemacht", erzählt Fahrland.

In Irsch wollen nun laut Fahrland alle Malteser-Mitarbeiter "viel lieber fahren als vorher". Das sei schon ein gutes Gefühl mit so einem Wagen auf der Straße, das habe etwas Erhabenes, beschreibt er die eigenen Erfahrungen. Deswegen will der Geschäftsführer auch alle Helfer mal ans Steuer lassen. Irgendwann in diesem Jahr lasse das Interesse an dem Cayenne bestimmt wieder nach.