Ein Zeichen für den Frieden

Ein neues Ehrenmal am Friedhof Waldrach ist am Volkstrauertag eingesegnet und offiziell übergeben worden. Das Mahnmal war von der Ortsmitte in den Bereich des neu zu gestaltenden Friedhofs verlegt worden.

Waldrach. (dis) Das neue Ehrenmal besteht aus drei Basaltstelen. Ortsbürgermeister Heinfried Carduck erklärt: "Zwei Stelen sind zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege." Die dritte Stele sei als Mahnmal gegen Kriege gedacht. Sie zeigt die Inschrift "Für den Frieden". An der Gestaltung war die Landschaftsbaufirma Berg aus Thalfang und der ortsansässige Steinmetzbetrieb Jürgen Meyer beteiligt. Die Firma Meyer meißelte entsprechend der Vorlagen der bisherigen zehn Gedenktafeln die 170 Namen in die Säulen. Verschiedene Varianten waren lebhaft diskutiert worden. Es gab die Möglichkeit, die bisherigen Gedenktafeln aufzustellen oder ein neues Ehrenmal zu gestalten. 20 Jahre lang wurde überlegt, gedacht und wurden Bürger befragt. Im vergangenen Jahr kam die Entscheidung. "Die drei Basaltstelen setzten sich durch, die erhaben aus einer schlicht gestalteten Grünfläche emporsteigen", sagt Carduck. Die Bepflanzung der Gedenkstätte ist dezent gehalten. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 48 000 Euro.

Die Einsegnung übernahm Pfarrer Rainer Justen. Die Festansprache hielt der evangelische Pfarrer Matthias Jens. "Hier liegen sie nun, die Erschlagenen, Erstickten, Verbluteten und die Verhungerten", sagt Pfarrer Jens. Jeder Name sei ein konkreter Mensch aus einer konkreten Familie. Der Pfarrer weiter: "Ihre Namen bezeugen heute noch, wie der Ruwerort Waldrach mit der Weltgeschichte verbunden ist." In vielen anderen Ländern gäbe es ähnliche Steine mit anderen Namen.

Alle zusammen würden sie das Klagelied derer singen, die nach ihren Müttern gerufen haben, während sie zwischen den Fronten starben. Die Feierstunde wurde von Martha Kirsten, Hans-Karl Kebig, der Winzerkapelle, dem Kirchenchor und dem Männergesangverein würdevoll mitgestaltet.

Ortsbürgermeister Heinfried Carduck, Hans-Karl Kebig und die Ehrenvorsitzende des Volksbunds für Kriegsgräberfürsorge, Erika Widuch, legten abschließend einen Kranz am neuen Ehrenmal nieder.