Einbruch ins Trierer Landesmuseum: Keine neuen Hinweise nach Fernsehsendung

Kostenpflichtiger Inhalt: Soko Goldschatz ermittelt : Einbruch ins Trierer Landesmuseum: Keine neuen Hinweise nach Fernsehsendung

Die Sonderkommission (Soko) Goldschatz der Trierer Kriminalpolizei stochert nach dem Beinahe-Raub des Goldschatzes aus dem Trierer Landesmuseum weiter im Dunkeln.

Auch die Fernsehsendung „Vorsicht Verbrechen“ im SWR am vergangenen Dienstag hat bislang keine neuen Erkenntnisse gebracht, erklärte Polizeipressesprecher Karl-Peter Jochem auf TV-Nachfrage.

Die Fernsehsendung zeigte in einem etwa 7,5-minütigen Beitrag unter anderem die Fahndungsvideos und -fotos, die die Polizei nach der Tat in der Nacht zum 8. Oktober veröffentlicht hatte. Mögliche Zeugen, denen die Täter aufgefallen waren, wurden erneut aufgerufen, sich bei der Polizei zu melden. „Kein einziger neuer Hinweis ist seitdem bei uns eingegangen“, bedauert Jochem. Auch die Ermittlungen der Kripo hätten bislang „nichts Greifbares“ ergeben. Die Untersuchungen liefen aber weiter, die Sonderkommission bleibe bestehen.

Nach Veröffentlichung der Fahndungsvideos und -fotos im Oktober hatten Bürger angemerkt, dass es sich bei einem der beiden Täter der Statur nach auch um eine Frau handeln könnte. „Aufgrund der Bewegungen dieser Person gehen wir aber weiter davon aus, dass es sich auch bei diesem Täter um einen Mann handelt“, sagt Jochem.

Das unbekannte Duo war in der Nacht auf Dienstag, 8. Oktober, offenbar gezielt in das Rheinische Landesmuseum in der Weimarer Allee eingebrochen. Die Täter gelangten über ein Baugerüst zu einem Fenster im ersten Stock, das sie zertrümmerten. Mit schwerem Werkzeug schlugen sie auf das Sicherheitsglas der Vitrine ein, in der die rund 2600 Münzen des Trierer Goldschatzes ausgestellt waren. Das Glas splitterte, die Scheibe hielt aber. Der 18,5 Kilogramm schwere Goldschatz blieb unangetastet.

Nur wenige Minuten nach dem Einbruch war die Polizei vor Ort. Den Tätern gelang die Flucht über einen Hinterausgang des Museums. Von dort stieg das Duo auf eine etwa vier Meter hohe Mauer und verschwand wahrscheinlich durch den Palastgarten.

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