Einbruch Landesmuseum Trier: Ministerium übernimmt Pressearbeit

Kriminalität : Einbruch Landesmuseum Trier: Ministerium übernimmt Pressearbeit

Über die mögliche Beute der Einbrecher, die in der Nacht zum Dienstag ins Rheinische Landesmuseum Trier eingestiegen sind, ist noch nichts bekannt. Die Pressearbeit hat das Kultusministerium in Mainz übernommen.

Die größte Mosaikensammlung nördlich der Alpen, gigantische Grabdenkmäler und der größte römische Goldmünzenschatz der Welt mit einem Gewicht von 18,5 Kilogramm: Das Rheinische Landesmuseum in Trier ist eins der bedeutendsten archäologischen Museen in Deutschland. In der Nacht zum Dienstag sind Einbrecher in das große Haus in der Weimarer Allee eingebrochen.

Darüber, ob die Räuber Beute gemacht und welche Schäden sie hinterlassen haben, ist allerdings auch knapp 12 Stunden nach dem Einbruch kaum etwas bekannt.

Die Polizei spricht davon, dass die Einbrecher mit brachialer Gewalt vorgegangen sind und dabei Zwischentüren im Museum aufgebrochen haben. Ob zum Beispiel Vitrinen oder Kunstgegenstände beschädigt oder einzelne Exponate gestohlen wurden, dazu könne die Polizei sich derzeit noch nicht äußern, sagte der Trierer Polizeipressesprecher Uwe Konz am Dienstagmittag.

Das Landesmuseum hat eine eigene Pressestelle. Auch die Generaldirektion kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, der das Landesmuseum gehört, hat an seinem Sitz auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz eine eigene Abteilung für Pressearbeit. Die Zuständigkeit für Journalistenanfragen im Falle des Museumseinbruch ist allerdings intern an das Mainzer Kultusministerium übertragen worden. „Weil das Ministerium die obere Landesbehörde der Generaldirektion ist“, erklärt Hildegard Rühl, stellvertretende Sprecherin der Pressestelle des Ministeriums. Leiter der Pressestelle ist der Trierer Markus Nöhl – der allerdings derzeit im Urlaub ist.

Eine nähere Erläuterung, warum das Ministerium die Pressearbeit übernommen hat, gibt es nicht. Inhaltliche Auskünfte kann das Ministerium auch knapp 12 Stunden nach dem Einbruch allerdings noch nicht geben. „Uns liegen noch keinerlei Infos vor“, sagt Pressesprecherin Röhl.

In welcher Abteilung des Museums die Einbrecher unterwegs waren und welche Teile der Ausstellung betroffen sein könnten, ist daher bislang noch unklar. Auch dazu, ob das Museum am morgigen Mittwoch wieder geöffnet habe, könne sie sich nicht äußern. Möglicherweise gebe es am späteren Nachmittag weitere Informationen, erklärt Röhl auf volksfreund.de-Nachfrage.

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