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"Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen"

"Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen"

Wenn Schüler von sechs bis 14 Jahren sich austoben, ist die 19-jährige Triererin Kerstin Trierweiler dabei. Seit August leistet sie ein Freiwilliges Soziales Jahr im Hort Heiligkreuz. Im TV erzählt sie von ihrer Erfahrung als Freiwillige im Dienst des Bistums Trier.

Trier. Nach dem Abitur wollte Kerstin Trierweiler erst einmal den Kopf frei bekommen, erzählt sie. Auch um sich Gedanken zu machen, wie ihr beruflicher Weg aussehen könnte. Aus diesem Grund entschied sich die 19-jährige Triererin für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).
Seit August arbeitet sie im Hort Heiligkreuz in Trier, wo Schüler von sechs bis 14 Jahren nachmittags betreut werden.
Kerstin übernimmt in dem Hort viele Aufgaben: Sie bereitet die Räume vor, begleitet die Kinder beim Essen, unterstützt sie bei ihren Hausaufgaben, spielt und bastelt mit ihnen. Die Nachmittagsbetreuung findet nicht nur in dem Gruppenraum statt, sondern auch auf dem Schulhof, in dessen Gartenhaus jede Menge Spielsachen aufbewahrt werden sowie auf zwei Spielplätzen und in einer Turnhalle. Hier können sich die Kinder austoben.
Besonders gut an ihrem FSJ gefallen Kerstin die "heimische Atmosphäre und auch das freundliche Miteinander unter den Kolleginnen". Auch die Kinder und Erzieher hätten ihr von Anfang an vertraut. "Solch eine Atmosphäre macht es einem dann besonders leicht, sich wohlzufühlen und einzubringen", sagt die junge Triererin. Sie bereue ihre Entscheidung für ein FSJ nicht. Es sei eine gute Möglichkeit sich auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln, "ohne Angst haben zu müssen, dass einem die Fehler vorgehalten werden". Sie traue sich selbst etwas zu, wisse aber auch, dass man nie alleine dastehe, wenn mal etwas schief laufe. "Man bekommt die Möglichkeit, sich durch Projekte auszuprobieren und lernt sich selbst besser kennen."
Durch die "Sozialen Lerndienste im Bistum Trier" werden die Freiwilligen pädagogisch begleitet. Dazu gehören Seminarwochen, zu denen sich Freiwillige aus verschiedenen Einrichtungen treffen. Hier werden Themen behandelt, die von den jungen Menschen ausgewählt wurden. Außerdem tauschen sich die Freiwilligen über ihre Einsatzstellen aus. "Aber auch nach dem offiziellen Teil haben wir eine Menge Spaß, entweder beim Kickern, Karten spielen oder einfach nur beim gemütlichen Zusammensitzen", sagt Kerstin. red
Extra

Neben dem FSJ bieten die Sozialen Lerndienste im Bistum Trier auch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) an. Wer sich für ein FSJ oder BFD entscheidet, wird je nach Interesse und Bedarf für sechs bis 18 Monate in Kindertagesstätten, Krankenhäusern, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Seniorenwohnheimen, Schulen, in der Jugendarbeit oder Gemeinwesenprojekten eingesetzt. Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld, die Sozialversicherungsbeiträge werden übernommen, der Kindergeldanspruch bleibt bestehen. Am Ende gibt es ein Zeugnis. Bewerbungen für ein FSJ oder einen BFD sollten unbedingt frühzeitig erfolgen an: Soziale Lerndienste, Dietrichstraße 30a, 54290 Trier oder direkt an die gewünschte Einsatzstelle. red