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Eine Brücke wird heute zum Schlüsselerlebnis

Eine Brücke wird heute zum Schlüsselerlebnis

Trier (vk) Grau, unscheinbar und kein bisschen attraktiv. Ja, die Brücke, die das Gartenfeld mit der Trierer Innenstadt verbindet, ist alles andere als ein Hingucker.

Das müsste doch zu ändern sein, überlegte sich die Rentnerin Marion Poma jedes Mal, wenn sie das Betonbauwerk überquerte. Gedacht, getan. Poma suchte Verbündete und Mitstreiter, sammelte dafür erst einmal Unterschriften im Gartenfeldviertel und übergab 2014 schließlich dem damaligen Oberbürgermeister Klaus Jensen eine Petition. Doch schnell merkte sie: So einfach war ihr Projekt nicht zu realisieren. Durch ihre Arbeit mit Flüchtlingen und ihrem Verein menschMitmensch entwickelte sie ihre ursprüngliche Idee weiter. Sie lernte die Föhrener Künstlerin Annamalt kennen, knüpfte Kontakte mit Kulturschaffenden und sozialen Einrichtungen. Ihr Ziel rückte näher, aus der grauen Gartenfeldbrücke eine bunte Kunstbrücke zu machen. Annamalt hat die künstlerische Leitung zugesagt. Die Kinder- und Jugendhilfe Palais, die Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle Sekis und die Pfarrei Liebfrauen machen mit. In einer öffentlichen Aktion hängen die jungen Menschen Schlüssel an der Brücke auf. Wenn die Besucher zum Fest an die Brücke kommen, sollen auch sie alte Schlüssel mitbringen.
Das große Fest zur Eröffnung der Kunstbrücke beginnt am Samstag, 17. Juni, um 11 Uhr.