Eine Ehrangerin lebt ihren Traum

Eine Ehrangerin lebt ihren Traum

Viele träumen davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Waltraud Roths hat den Sprung geschafft. Seit zehn Jahren tüftelt und werkelt sie in ihrer Galerie in Trier-Ehrang.

Trier-Ehrang. In einem alten Bauernhaus in der Niederstraße arbeitet und lebt "Walli", wie sie von ihren Freunden und Nachbarn genannt wird, zusammen mit ihrem Ehemann Jürgen. Schon als junges Mädchen interessierte sich Waltraud Roths fürs Basteln und Malen. Ihre Mutter prophezeite ihr damals eine künstlerische Karriere: "Sie hat mir als Kind, während sie mir beim Basteln zusah, gesagt: Walli, irgendwann machst du mal dein eigenes Lädchen auf", erinnert sich die 50-Jährige.
Selbststudium in Kursen


Doch zunächst machte Waldtraud Roths eine Ausbildung bei der Deutschen Post. Die Idee von einer eigenen Galerie hat sie dabei nie losgelassen. So beschloss sie vor zehn Jahren, freischaffende Künstlerin zu werden und ihrer Leidenschaft beruflich nachzugehen. Auch ihr Ehemann Jürgen ist mit von der Partie und versucht sich neben seinem Beruf ab und zu am Kunsthandwerk.
Ihre Fertigkeiten hat die kreative Ehrangerin in verschiedenen Kursen der Europäischen Kunstakademie Trier und der Remise Trier-Quint sowie in diversen Workshops und durch Selbststudien erlernt. Ihr Motto begleitet sie im Alltag: "Man sieht nur mit dem Herzen gut, lernt nie aus, denn Vollkommenheit hat keinen Charakter."
Montags und freitags von 16 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung kann man die Werkgalerie "Walli at work" besuchen, nach Schätzen stöbern und Unikate erwerben.
Zum Sortiment gehören zum Beispiel Fimo-, Emaille- und Silberschmuck sowie Bilder in Ölpastellkreide oder auf Seide. Auch Fotografien oder Collagen in Acrylmischtechnik lassen sich finden. Waltraud Roths hat sich nicht auf ein Gebiet spezialisiert.
"Wahre Kunst ist, wenn man die Persönlichkeit der Schaffenden in den Werken erkennen kann. Wenn ich Arbeiten von meinen Freunden sehe, weiß ich genau, wer was gemacht hat."
Als eingesessene Ehrangerin hat es sich "Walli" zur Aufgabe gemacht, etwas für das kulturelle Leben im Stadtteil zu tun. Zweimal im Jahr lädt sie Künstler ein zur "Kunst im Advent" und zum "Künstlermarkt im Frühling".
Ortsvorsteher Thiébaut Puel ist Stammkunde bei der Kunsthandwerkerin und schätzt ihre Arbeit. "Man kann so eine Initiative nur begrüßen. Hier herrscht immer eine angenehme und lockere Atmosphäre. Es wäre schön, wenn es noch mehr Publikum in der Galerie geben würde", sagt Puel.
Waltraud Roths sieht ihre Werkgalerie als Stätte der Begegnung. Wenn jemand aus ihrem Künstlerfreundeskreis einen Rat sucht, kann er mit "Walli" gemeinsam tüfteln und eine Lösung finden.
"Ich habe durch meinen Beruf so viele liebe Menschen kennengelernt und bin sehr froh darüber, dass ich die Galerie vor zehn Jahren eröffnet habe", sagt die Künstlerin.
Weitere Infos:
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