Eine irre Angelegenheit

Bis zur närrischen Zeit dauert es noch eine Weile. Also überbrückt der Theater- und Karnevalsverein Föhren die Zeit bis dahin mit einer Posse in drei Akten. Das Publikum hat seine helle Freude daran.

Einen dicken Schmatzer und viel Gelächter beim Publikum gab es beim Schwank „Einer spinnt immer“ vom Theater- und Karnevalsverein. TV-Foto: Ludwig Hoff

Föhren. "Einer spinnt immer" in Föhren - und das noch bis zum dritten Adventssonntag. Gesponnen wird in der Meulenwaldgemeinde nicht wirklich. Es liegt an dem Boulevardstück mit dem gleichnamigen Titel, dass auf der Bühne des Bürger- und Vereinshauses so viel los ist, es mitunter drunter und drüber geht. Otto Ofenloch ist es, der für reichliche Turbulenzen sorgt, will der steinreiche Privatier doch tatsächlich eine Irrenanstalt mal von innen kennen lernen. Dem Mann kann geholfen werden, denkt sich Ofenlochs Neffe und streut das Gerücht, dass die Pension Ballermann genau so eine Heilanstalt sei. Sein Hintergedanke: Womöglich kann der finanziell angeschlagenen Pension unter die Arme gegriffen werden. Was in gewisser Weise auch gelingt, aber bis es dazu kommt, geht es rasant zu auf der Bühne. Da taucht ein Major von der Heilsarmee auf, eine allzu neugierige Schriftstellerin wirbelt umher, ein Schauspieler, der zwar gerne möchte, aber wegen eines Sprachfehlers nicht so recht kann, ein sympathischer Sunnyboy und zwei resolute Weibsleute, die, wenn es sein muss, voll auf den Mann gehen. Verrückt sind sie alle ein wenig, die Darsteller in ihren Rollen, was einen gewissen Reiz ausmacht. Seine Versprechen auch noch einzulösen, daran denkt Otto Ofenloch nicht im Traum. Um aus der fatalen Situation herauszukommen, ehelicht er sogar die Pensionsbesitzerin. Die ist allerdings fein raus ohne finanzielle Probleme, doch Ofenloch irrt, wenn er meint, seine Verfolger abgeschüttelt zu haben. Noch einmal geht es turbulent auf der Bühne zu, als die vermeintlich Verrückten auftauchen. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, denn es werden noch zwei Vorstellungen des heiteren Stücks gegeben, und zwar am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Dezember, jeweils um 19 Uhr im Bürger- und Vereinshaus. Es spielen: Bernhard Weyer, Heidi Fournes, Alfred Nikulski, Marlies Reinehr, Markus Reuter, Guido Kiemes, Monika Müller, Edeltraud Kemmer, Rudolf Schöller, Ursula Orth, Doris Thul und Herbert Betz. Viel Mühe hat sich die Laienspielschar gegeben in den einige Monate dauernden Proben. Aber auch diese Arbeit habe Spaß gemacht, ein Keine-Lust-Gefühl habe es nie gegeben, beschreibt Marlies Reinehr den Zusammenhalt der Truppe: "Wir passen alle gut zusammen und verstehen uns bestens."Karten für die Vorstellungen an diesem Samstag und Sonntag (15. und 16. Dezember) gibt es bei Sparkasse und Volksbank in Föhren und an der Abendkasse.