Eine kleine Oase für Kinder

HEILIGKREUZ. Außen der Hund, innen das Kind: Von den 120 öffentlichen Spielplätzen in Trier gehört der am Mattheiser Weiher zu den schönsten. Hier müssen Hunde auch wirklich draußen bleiben.

Einfacher verständlich kann man es einem Hund und seinem Herrchen oder Frauchen nicht machen: Da ist ein Spielplatz, auf dem Kinder spielen, und drum herum ein Zaun, damit sie davon auch keiner abhält. Wer den Spielplatz am Mattheiser Weiher betreten möchte, muss durch ein kleines Tor. Das Beste an diesem Tor ist, dass es in der Regel von selbst schließt.Auf der anderen Seite wartet ein Gelände, auf dem es für Kinder einiges gibt: ein Piratenschiff, zwei Schaukeln, ein Karussell, einen Sandkasten, eine Rutschbahn, Federwippen und ein Brunnen. Letzterer wird angesichts der momentanen Temperaturen von den Kleinen eifrig genutzt. Hier vereint sich Wasser-, Schmutz- und Spielvergnügen. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Franz Kalk, Leiter des Grünflächenamtes, und seine Mitarbeiter würden das Element Wasser gerne öfter in Spielplätze integrieren, wenn zum einen das nötige Wasser vorhanden wäre und zum anderen überbesorgte Eltern kein Problem damit hätten, dass ihre Kinder mit "Einsatzspuren" nach Hause kommen.Rund 120 öffentliche Spielplätze gibt es in Trier. Einige werden kaum noch genutzt, andere wiederum sehr viel. Der Spielplatz am Mattheiser Weiher ist zweifelsohne eine Anlage, die von Kindern und Eltern sehr gut angenommen wird. Vor zwei Jahren wurde er im Rahmen eines Projektes, an dem auf dem Arbeitsmarkt schwer vermittelbare Jugendliche mitgewirkt haben, erneuert und eingezäunt.Viel Grün und viele Bänke

Dass sich die Arbeit gelohnt hat, steht mit einem Schmutz-Sand-Wasser-Gemisch den Kindern im wahrsten Sinne des Wortes im Gesicht geschrieben. Hin und wieder startet eine Mutter den verzweifelten Versuch, mit einem Taschen- oder Feuchttuch den Grad der Verschmutzung zu reduzieren.Die fünfjährige Caroline ist noch relativ sauber, hat allerdings schon Schürfwunden am Bein. Auf dem Weg entlang des Weihers zum Spielplatz ist sie schon mal vorgelaufen und dabei gestolpert. Das hat sie geärgert. Der Spielplatz entschädigt sie jedoch dafür. Nach einem kurzem Aufenthalt auf dem Karussell klettert sie auf das Piratenschiff und rutscht an einer Stange runter. Caroline klettert und turnt - wie viele Mädchen in ihrem Alter - gerne. Deshalb fällt es ihr auch relativ schnell auf, dass "eine Turnstange fehlt".Und noch etwas fehlt, nämlich Schatten. Vor allem dort, wo die Kleinsten spielen: im Sandkasten. Michael Schell, der beim Grünflächenamt für die Koordination der Spielplatz-Kolonnen zuständig ist, kennt das Problem, sämtliche Lösungsvorschläge dazu und genügend Beispiele dafür, dass eine geeignete Lösung kaum zu finden ist.Jede Fläche, die überdacht werden muss, bietet zusätzliche Angriffsfläche für Vandalen, "selbst in Kindertagesstätten, also dort, wo Kinder unter Aufsicht spielen würden". Die Stadt hätte einige dieser Überdachungen, doch die ständigen Reparaturen seien zu zeit- und kostenaufwändig. Einen überdachten Sandkasten gibt es am Mattheiser Weiher deshalb nicht, dafür aber ausreichend Sträucher und Bäume, die zumindest morgens und am späteren Nachmittag Schatten spenden, so dass Eltern und Kinder bei einem Angebot von insgesamt zwölf Bänken dann immer noch entscheiden können, ob sie in der Sonne oder im Schatten sitzen wollen. Vier von fünf Tatzen ist Lucky der Spielplatz wert, weil er nicht nur eine Lese-, sondern auch eine Wasserratte ist.Wie gefällt den Menschen in Heiligkreuz das Kinderfreizeitangebot in ihrem Stadtteil? Um das zu erfahren, macht die Rollende Redaktion des TV am Montag, 11. August, zwischen 10.30 und 11.30 Uhr am Spielplatz Ecke Straßburger Straße/Franz-Buß-Straße Station.