Eine neue Sicht der Dinge
Ein Stück über Fußball, sechzehn ganz besondere Darsteller: "Blutgrätsche Schätzchen - Ich singe jetzt französisch" nennt sich der Film der Trierer FH-Absolventinnen Carolin Röckelein und Karin Dürr, der das "RambaZamba"-Theater auf seiner Tournee begleitet. Eine Diplompräsentation im Broadway-Kino, unterstützt von der Lebenshilfe Trier.
Trier. (QO) Sie sind professionelle Schauspieler - alle mit geistiger Behinderung. Das Berliner "RambaZamba"-Theater ist mit dem Stück "Ein Herz ist kein Fußball" im Jahr 2006 vier Wochen lang auf Tournee durch Deutschland, gefördert vom Weltfußballverband Fifa. Begleitet wurde es dabei von Carolin Röckelein und Karin Dürr, die an der Trierer FH Kommunikationsdesign studiert haben. "Unser Film ist keine Reportage", sagt Karin Dürr. "Es ging uns um unsere subjektive Sicht, um den künstlerischen Aspekt. Wir möchten nicht erklären und Diagnosen stellen, wir nehmen uns erzählerische und künstlerische Freiheit." So bietet der Film "Blutgrätsche Schätzchen - Ich singe jetzt französisch" eine Chance, Menschen mit geistiger Behinderung lebendig und ganz authentisch zu erleben, einmal nicht durch die Brille des "Normalseins". "Das Kernstück unseres Films ist die Persönlichkeit der Leute, verbunden durch den Leitfaden des Theaterstücks und der Tournee", sagt Carolin Röckelein. Die Diplomarbeit der beiden Filmschaffenden, unterstützt von der Lebenshilfe Trier, möchte "eine andere Art Menschsein, eine neue Sicht der Dinge" präsentieren. Der Film ist im Broadway-Kino zu sehen am 1. Juni um 19.30 Uhr mit anschließendem Umtrunk und um 21.30 Uhr sowie am 7. Juni um 19.30 Uhr.