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Eine neue Struktur für die Grundschulen

Eine neue Struktur für die Grundschulen

Die Einzugsbereiche der Trierer Grundschulen überschneiden sich, viele sind zu klein zum Überleben, ihre Fläche ist nur zu 45 Prozent durch den Schulbetrieb ausgelastet: Dieser Befund im Schulentwicklungskonzept führt zu großen Konsequenzen.

Trier. (DiL) Trier leistet sich, so die Analyse, weit mehr Grundschulen als es sich leisten kann. Und die agieren oft isoliert voneinander. Und die Eltern müssen aufgrund der Bezirks-Zuweisungen nehmen, was sie kriegen. All das soll sich ändern. Jeweils vier bis fünf Grundschulen sollen zu den Verbünden "Vorland" (Biewer bis Quint), "West" (Pallien bis Zewen), "Nord" (Kürenz bis Ausonius), "Höhenstadtteile" (Olewig bis Irsch) und "Süd" (Innenstadt bis Feyen) zusammengefasst werden. Jeder Verbund soll ein breites inhaltliches Angebots-Profil entwickeln, bei dem aber nicht jede einzelne Schule alles anbieten muss. Gemeinsame Verwaltung soll für Synergie-Effekte sorgen. Nicht für alle Schulen ist in den neuen Verbünden Platz. Vier Standorte sollen nach einer "milden", acht nach einer "harten" Alternative geschlossen werden. Die vier erstgenannten sind:Die Grundschule Reichertsberg, deren Kinder nach Euren und Pallien gehen sollen.Grundschule Egbert (Kinder nach Olewig).Grundschule Ruwer (Kinder nach Kenn, Mertesdorf ).Grundschule Mariahof (Verlagerung auf den Wolfsberg).Im "Härtefall" kämen hinzu:Grundschule Kürenz (an Keune- oder Ambrosius-Schule).Grundschule Matthias (Kinder an Grundschulen Barbara oder Heiligkreuz). Grundschule Pfalzel (Kinder nach Biewer).Grundschule Ausonius (Kinder an Martin-GS). Reichertsberg, Kürenz und Egbert könnten bis 2010 geschlossen werden, Matthias, Pfalzel und Ruwer bis 2015, Ambrosius und Mariahof erst danach. Es ist deutlich erkennbar, dass sich die Schließungs-Präferenzen nicht nach der Qualität der pädagogischen Arbeit und den aktuellen schulischen Angeboten richten. Es sind sogar "Muster-Schulen" darunter. Entscheidendes Kriterium war offensichtlich die Erweiterungs-Kapazität und eine weiterhin möglichst breite räumliche Streuung.