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Eine Säule in Trier-Heiligkreuz als Zeichen des Friedens

Stadtbild : Eine Säule in Trier-Heiligkreuz als Zeichen des Friedens

110 Jahre alt ist die heutige Grundschule Heiligkreuz – und seit einigen Tagen um eine Attraktion reicher.

Hanspitt Weiler, Ur-Heiligkreuzer und Chef der Trierer Viezbruderschaft, verbindet schöne Erinnerungen mit dem Besuch der damaligen Volksschule: „Wir hatten eine gute Zeit in unserer Volksschule, die uns gerade in den Nachkriegsjahren ,Heimat’ vermittelt hat, und die uns den Weg in eine gesicherte Zukunft geebnet hat.“ Mit „Wir“ ist der Einschulungsjahrgang 1955 gemeint, der sich mehr als 60 Jahre später noch regelmäßig trifft und bei der Einweihung der Stele dabei ist. Weiler: „Die meisten von uns sind Jahrgang 1949, also jetzt genauso alt, wie es die Bundesrepublik Deutschland ist.“ Sie hätten gelernt und erlebt, was Friede und Freiheit bedeuten, und wie dadurch peu à peu ein Europa der Einigkeit herangewachsen sei. Und so finden sich die Wörter Friede, Freiheit, Einigkeit und Heimat auf dem Kapitell der Säule wieder. Die Friedenstaube oben auf der Säule hat die Trierer Kupferkünstlerin Britta Rösler gestaltet; die Säule selbst wurde vom Steinmetzmeister Henning Wirtz aus Trier hergestellt. Weiler erläutert: „Ich habe sie für euch, meine ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschüler errichten lassen und sie Stele des Friedens genannt.“

Oberbürgermeister Wolfram Leibe nahm die Stele als Geschenk für die Stadt gerne an – und verriet, dass der Stadtrat einstimmig für die Annahme gestimmt habe. Das Heiligkreuzer Schulgebäude strahle im Gegensatz zu vielen anderen seiner Art Optimismus aus. Und deshalb passe die Säule mit ihrer Bedeutung auch gut an diese Stelle.