Eine Scheußlichkeit

Zum Bericht "Schöner Stein des Anstoßes" und dem Kommentar "Kein Anbiedern an alte Bausünden!" (TV vom 9. September):

Über Geschmack lässt es sich ja bekanntlich nicht streiten! Nun haben wir doch extra, wie uns Bürgern immer gesagt wird, einen hoch qualifizierten Architekturbeirat in unserer schönen Stadt Trier und dann passiert so eine Scheußlichkeit an Bausünde wie dieser Klotz - und dann soll man das auch noch schön finden! Es gibt auch noch eine andere Architektur außer rustikalen Schwarzwaldbauten, wie Christiane Wolff schreibt. Man muss sich nur die Mühe machen und sich etwas über das Umfeld erkunden. Warum zerstört man alte gewachsene Ortskerne so? Andere Städte geben sehr viel Geld aus, um die alten Ortskerne zu erhalten. Ich bin ein Olewiger Kind. Das Haus, was da zur Diskussion steht, war das Haus meiner Großeltern Peter und Luzia Hontheim, eine hoch angesehene Olewiger Familie, deren Stammbaum bis ins Jahr 1564 zurückgeht. Es ist schwer nachvollziehbar, was da geschehen ist. Ich bin nicht gegen Modernisierung, aber sie muss sich auch harmonisch ins Ortsbild einfügen und nicht als Fremdkörper dastehen. Was sich hier der Architekturbeirat gedacht hat, kann ich nicht verstehen. Ich war vor Kurzem dort und habe mir diesen entsetzlichen Klotz angesehen, und ich war von dieser Scheußlichkeit nur noch erschrocken und erschlagen. Ich würde den hoch qualifizierten Damen und Herren des Architekturbeirats und dem Bauamt Dr. Simons empfehlen, sich diese architektonische Entgleisung einmal im jetzigen Zustand anzusehen, um zu sehen, was sie da empfohlen und für gut befunden haben. Frei nach dem Motto: Spezialisten leisten immer etwas Besonderes! Christel Hontheim-Monz, Trier