Eine Schule mit Renommee

Doppelten Anlass zum Feiern hatte die Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule in Trier-Tarforst: Zum einen beging die "Schule auf der Höh'" ihr 20-jähriges Bestehen, zum anderen wurde die neue Schulleiterin, Alexandra Forster, offiziell in ihr Amt eingeführt.

Trier-Tarforst. Bis auf das Wetter funktionierte alles beim Schulfest "20 Jahre Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule" im Trierer Höhenstadtteil Tarforst, verbunden mit der offiziellen Amtseinführung von Alexandra Forster als neuer Förderschulrektorin. Bedingt durch die miesen äußeren Umstände mit Starkregen den ganzen Tag lang, mussten die für draußen geplanten Programmpunkte ersatzlos gestrichen werden. "So ein Wetter haben unsere Kinder nicht verdient", brachte es ein Vater auf den Punkt. Aber das Regenschirm-Wetter war nicht der einzige Grund, warum in der Turnhalle dichtes Gedränge herrschte. Es waren die kurzweiligen Aufführungen von Schülerinnen und Schülern auf der Bühne, die mehr als 500 Gäste anlockten. Max und Moritz, der Erste Streich von Wilhelm Buschs Lausbuben-Geschichte, wurde vom Theater-Ensemble der Schule so toll in Szene gesetzt, dass es lang anhaltenden Applaus für die Akteure gab. Aber auch die Sketche kamen sehr gut an, wie auch der "Grundschul-Rap", bei dem sich die Gäste mal selber versuchen durften. "Gar nicht so einfach, wie es sich ansieht", war aus dem Publikum zu hören. Den musikalischen Part am Nachmittag besorgte der Musikverein Tarforst. Eigentlich ist die "Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige" schon 129 Jahre alt. 20-jähriges Bestehen wurde deshalb gefeiert, weil sich die Einrichtung vor 20 Jahren Am Trimmelter Hof etablierte. Schüler wie Lehrkräfte fühlten sich hier sehr wohl, betont Alexandra Forster (50), die nunmehr auch offiziell die Aufgabe als neue Schulleiterin in der Nachfolge von Klaus Gilles angetreten hat. Grund-, Haupt- und Realschule sind in dem Gebäudekomplex untergebracht. Der Einzugsbereich der Förderschule (146 Schüler, 50 Internatsplätze) reicht weit über die Grenzen von Trier hinaus. Nur drei Schulen dieser Art gibt es in Rheinland-Pfalz. Auf die Trierer sei er besonders stolz, sagte Oberbürgermeister Klaus Jensen in seinem Grußwort. Werner Keggenhoff, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz, und damit der Vertreter des Schulträgers, fand ebenfalls anerkennende Worte. "Wir sind bestens ausgerüstet", lobte die neue Schulleiterin das starke (finanzielle) Engagement des Landes. Alexandra Forster kennt ihr Metier, schließlich war sie bereits fünf Jahre Rektorin einer Förderschule im saarländischen Lebach. Oberstes Ziel sei, die jungen Menschen durch eine optimale Qualifizierung auf Leben und Beruf vorzubereiten. Das rheinland-pfälzische Förder-Schulsystem biete noch mehr Möglichkeiten als in anderen Bundesländern. Alleine schon aus diesem Grunde habe sie die neue Stelle in Trier interessiert, erzählt Alexandra Forster.