Eine Spardose mit Namen

Die Vorstellung des Flächennutzungsplans 2025 für Trier hat in Heiligkreuz für Aufsehen gesorgt. Deshalb hat der Ortsbeirat sich schriftlich an die Stadt gewandt.

Trier-Heiligkreuz. Die Planungen für neue Wohngebiete an mehreren Stellen im Stadtgebiet haben Unruhe verursacht. Bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Heiligkreuz zeigt sich auch Ortsvorsteher Theo Wolber alarmiert, nachdem er mit Beiratsmitgliedern die städtische Präsentation des Entwurfs zum neuen Flächennutzungsplan verfolgt hat. Das Gezeigte sei "abweichend von bisherigen Entwürfen" und ging "voll zulasten von Heiligkreuz".
Wolber hat darum einen Brief an Fachämter und Baudezernat vorbereitet. Darin wird der Entwurf abgelehnt, und es wird bezweifelt, dass der darin skizzierte Ausbau von Straßenknotenpunkten ausreiche. Wolber sieht eine glatte Verdoppelung der jetzigen Zahlen, etwa entlang der Berliner-, Hans-Böckler und Metzer Allee. Die Straße durchschneide Heiligkreuz jetzt schon. Der Ortsbeirat beschließt den Versand der Briefe einstimmig.
Die Nutzung des Ortsteilbudgets für 2015/2016 wurde konkretisiert: Ein öffentlicher Spielplatz an der Waldorfschule soll mit 5000 Euro gefördert werden. Ein gebrauchtes, abschließbares Tor für seine Apfelwiese erhält der Bürgerverein für 1500 Euro. Die Sanierung der Beleuchtung des Fußwegs vom Südbad zum Wolfsberg wird mit 5000 Euro gefördert. Ein Bodenaustausch am Kirchplatz im Rahmen des Projekts "Essbare Stadt" wird mit 1000 Euro gefördert.
Dass Hanspitt Weiler (SPD) für die Sanierung des Fußwegs am Herrenbrünnchen "25 000 Euro, wahrscheinlich aber weniger" reservieren will, stößt Yannic Hassbach auf: Ob das nicht zu viel sei, fragt der CDU-Mann. Klaus Wagner (SPD) erklärt, dass das Projekt gut geeignet sei, um Geld "zu parken", das man später umwidmen könne - oder, wie Theo Wolber, sagte: "Das ist eine Spardose, der wir einen Namen geben." fgg
Extra

Die Stadt beabsichtigt, die Erweiterung des Kindergartens um zwei Gruppen mit rund einer halben Million Euro zu fördern. Im Bereich der Waldorfschule gibt es eine Wildschweinplage. Der Ortsbeirat folgt Vorsteher Theo Wolber einstimmig (mit zwei Enthaltungen), der die Landesforsten um "verschärfte Bejagung von Schwarzwild im Mattheiser Wald" bittet. Der Kaninchenzüchterverein soll erstmals seit Jahren für Nutzung der Mehrzweckhalle eine Gebühr zahlen - darauf beharrt das Amt für Schulen und Sport. Der Ortsbeirat beschließt informell, weiter einem möglicherweise verschollenen Vertrag nachzuforschen, der dem Verein die kostenlose Nutzung wohl zusicherte. fgg