Eine Spur mehr Lärm

NEWEL. Des einen Freud’ ist des anderen Leid: Während die Autofahrer dank des dreispurigen Ausbaus der B 51 nun hurtig an Newel vorbeifahren können, ist die Lärmbelästigung für die Anwohner größer geworden.

Früher galt auf der B 51 in Höhe der Abfahrt Newel eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern. Seit die "Bitburger" dort auf drei Spuren ausgebaut wurde, existiert kein Tempolimit mehr - zum Leidwesen vieler Anwohner, die sich über eine Zunahme des Verkehrslärms beklagen. Es gibt zwar eine Lärmschutzwand, die schirmt jedoch nicht den komplette Ort ab. Der Gemeinderat Newel hat deshalb die Verlängerung des Lärmschutzwalls entlang der B 51 zwischen "Mohnbüsch" und dem Echternacher Hof sowie in Höhe des Sportplatzes Newel beim Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) beantragt.Klagen aus dem Oberdorf

"Die Lärmschutzwand ist effektiv. Bis zum Wald hält sie viel ab, doch sie müsste bis zur Einfahrt Newel gehen", sagt Ortsbürgermeister Matthias Mohn. Bei ihm haben sich bereits Bürger aus der oberen Bitburger Straße, der Maarstraße, "Im Rödchen" und "Im Dreieck" beschwert. Es sei vor allem der Lastwagen-Lärm, der stark zugenommen habe, sagt Marlies Heinen, die mit ihrem Mann Günter nur knapp 100 Meter von der B 51 entfernt wohnt. "Es macht schon einen großen Unterschied, ob der Verkehr mit 70 oder mit 100 Stundenkilometern hinter den Lastwagen rollt", sagt der Neweler Ortsvorsteher Hans Scheuern. Nach Ansicht der Gemeindevertreter hätte man beim Ausbau der Straße an den Lärmschutz denken müssen. Die Lärmsituation sei bereits beim Planfeststellungs-Verfahren berücksichtigt worden, bemerkt der Sprecher des LSV, Hans-Michael Bartnick. Und zwar sei man dabei bereits von den höheren Geschwindigkeiten ausgegangen und nicht vom damaligen Höchsttempo 70. Laut Bartnick hat sich dabei herausgestellt, dass aus rechtlicher Sicht keine Notwendigkeit für einen erweiterten Lärmschutz besteht. Dennoch werde im Fall Newel überlegt, ob der bestehende Wall nicht bis zur Brücke durch Erdmassen erweitert werden könnte, die kostenneutral an einer nahen Baustelle anfallen. Die Prüfung dieser Möglichkeit sei jedoch noch nicht abgeschlossen. Einen Lärmschutz in Richtung Bitburg schließt der LSV-Sprecher jedoch gänzlich aus: "Eine Verlängerung dorthin wird nicht möglich sein."