1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Eine Stunde Trier - und dann ab in den Osten - Bundeskanzlerin kommt zum Wahlkampfabschluss nach Trier

Eine Stunde Trier - und dann ab in den Osten - Bundeskanzlerin kommt zum Wahlkampfabschluss nach Trier

Prominente Unterstützung für die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner vor der Landtagswahl am Sonntag: Bundeskanzlerin Angela Merkel stattet Trier heute Nachmittag einen Kurzbesuch ab. Der TV fasst alle wichtigen Infos zum Thema Sicherheit, Ablauf und Verkehrsbehinderungen zusammen.

Für Trierer und Touristen war es im September 2013 in der Fußgängerzone vergleichsweise einfach, einen Blick auf Angela Merkel zu erhaschen. Und auch die Bundeskanzlerin sah ein paar hübsche Ecken Triers: Kaiserthermen (in deren Umfeld landete sie mit einem Hubschrauber), Glockenstraße, vorbei am Dreikönigenhaus in der Simeonstraße, hin zur Porta Nigra (dort hielt sie ihre Rede).

Heute dürfte beides schon schwieriger werden. Merkel zu sehen, wird wohl nur bei ihrem Auftritt in der Messeparkhalle möglich sein. Und Merkels Blickfeld auf die älteste Stadt ihres Landes dürfte sich auf den Messepark, die Konrad-Adenauer-Brücke und das große, gelbe M einer Fast-Food-Kette beschränken, wenn sie aus dem Hubschrauber steigt. Der TV fasst die wichtigsten Eckpunkte ihres heutigen Besuchs zusammen:

Sicherheit: Der Schutz der Bundeskanzlerin liegt in erster Linie in der Hand des Bundeskriminalamts (BKA), das den Personenschutz für Merkel stellt. Das Amt der deutschen Regierungschefin fällt unter die Gefährdungsstufe eins. Anders - und unmissverständlich - formuliert bedeutet das: "Mit einem Anschlag ist jederzeit zu rechnen."

In das Sicherheitskonzept involviert ist aber auch die Trierer Polizei. Eine nicht alltägliche Herausforderung, zu der das Polizeipräsidium Trier - aus Gründen der Sicherheit - keine Details preisgeben will. Nur so viel: "Es wurde ein polizeitaktisches Einsatzkonzept erarbeitet", teilt Sprecherin Sabine Bamberg auf TV-Anfrage mit. Wie viele Polizisten in welcher Form im Dienst sein werden, verrät das Präsidium nicht. Wie bei Veranstaltungen mit solch prominenter Besetzung üblich, werden laut CDU-Kreisgeschäftsführer und Organisator Christof Leinenbach Sprengstoffhunde die Messeparkhalle im Vorfeld untersuchen. Zudem gibt es Einlasskontrollen und Garderobenzwang.

Ablauf: Besucher werden ab 14.30 Uhr in die Halle gelassen. Das Vorprogramm beginnt um 15 Uhr; bestritten wird es von den CDU-Landtagskandidaten Udo Köhler, Bernhard Henter und Arnold Schmitt in einer Talkrunde. Für Musik sorgt die Jazzband des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Trier, die nicht alle Tage vor einer solch imposanten Kulisse auftritt.
Dann wird es ernst: Julia Klöckner holt die Bundeskanzlerin zur Begrüßung ab, um dann rund 20 Minuten zu sprechen. Die anschließende Rede Merkels wird etwa 30 Minuten dauern. Insgesamt weilt die Kanzlerin nur rund eine Stunde in Trier: Direkt nach ihrem Auftritt fliegt sie ostwärts zu einer Veranstaltung nach Halle/Saale - auch in Sachsen-Anhalt wird am Sonntag gewählt.

Kapazität: "Ich rechne damit, dass die Halle voll wird", sagt Leinenbach. Voll, das hieße 1600 Menschen, die Merkel sehen wollen. Sollte der Andrang größer sein als die Zahl der Plätze - so wie in Wittlich vor einer Woche (Leinenbach: "Man lernt daraus") -, haben die Organisatoren vorgebaut. Es ist geplant, die Veranstaltung auf Bildschirmen auch nach draußen zu übertragen. Knapp 40 Journalisten finden in der Messeparkhalle Platz, zudem gibt es zwei Podeste für Fernsehkameras.

Gäste: Neben der Bundeskanzlerin haben sich weitere prominente CDU-Politiker zur Unterstützung Klöckners angekündigt. So werden der frühere Bundesminister Heiner Geißler, der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Bernhard Vogel und Generalsekretär Peter Tauber erwartet. Zudem hat Marc Spautz von der Christlich Sozialen Volkspartei (CSV) Luxemburg sein Kommen zugesagt.

Straßenverkehr: Laut Polizei Trier ist es im Vorfeld nicht vorgesehen, Straßen wegen des Besuchs der Kanzlerin zu sperren. Es sei aber nicht auszuschließen, dass der Verkehr kurzzeitig geregelt werden müsse, teilt das Präsidium mit. Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, ist der Parkplatz am Messepark geöffnet.Extra

Liebe Leserinnen, liebe Leser! Bundes- und Landespolitiker haben in den vergangenen Wochen Stadt und Landkreis im Dutzend besucht, um ihre Parteifreunde im Landtagswahlkampf zu unterstützen. Der Trierische Volksfreund hat quer durch die Parteien über Wahlkampfveranstaltungen berichtet, bekannte Politiker zu Redaktionsgesprächen empfangen und die Direktkandidaten aus den Wahlkreisen vorgestellt. Dass die Redaktion dabei nicht jeden Auftritt und jeden Wahlkampfstand berücksichtigen kann, liegt angesichts der Fülle der Termine auf der Hand - doch wir haben uns um größtmögliche Ausgewogenheit bemüht. In der morgigen Wochenendausgabe setzt die Redaktion wie schon bei vielen vorhergehenden Wahlen einen Grundsatz um: Es gibt in dieser letzten Ausgabe vor dem Wahltag keine Wahlkampfaussagen mehr im redaktionellen Teil. Der Grund: Mögliche Fehler könnten nicht mehr vor der Wahl korrigiert werden, mögliche Falschbehauptungen würden unwidersprochen bleiben. Aus diesem Grund wird es in der Zeitung voraussichtlich keine Berichterstattung über den Wahlkampfauftritt Angela Merkels in Trier geben - es sei denn, es gibt überraschende bundes- oder europapolitische Neuigkeiten zu berichten. Über den Auftritt Angela Merkes in Wittlich haben wir zudem am 3. März ausführlich in der Gesamtausgabe berichtet. Die Redaktion ist aber selbstverständlich vor Ort im Messepark. mic

Einen aktuellen Bericht über Merkels Auftritt finden Sie heute Nachmittag aktuell hier auf volksfreund.de