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Einigkeit bei den Fraktionen: Nein zur Vorlage der Stadt

Einigkeit bei den Fraktionen: Nein zur Vorlage der Stadt

Das städtische Mobilitätskonzept macht derzeit die Runde in allen Trierer Ortsbeiräten. Der Tarforster Rat lehnte das knapp 300 Seiten umfassende Werk jetzt einstimmig ab.

Trier-Tarforst. Nicht genügend berücksichtigt findet der Ortsbeirat Trier-Tarforst seine Vorschläge im Mobilitätskonzept der Stadt Trier. Deshalb lehnte der Rat in seiner zurückliegenden Sitzung die Vorlage einstimmig ab.
Ortsvorsteherin Anne Weines (SPD) eröffnete den Reigen der Wortbeiträge zu dem Konzept. Der Tenor der Wortmeldungen: Die Tarforster fühlen sich in dem dicken Wälzer alleine gelassen. "Intensiv beraten" habe die CDU-Fraktion die Vorlage und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass, trotz großem Umfang, nur ein Stückwerk dabei herausgekommen sei. Die Autoschlangen würden immer länger, und die Anbindung der Höhenstadtteile habe sich keineswegs verbessert, bemängelte Josef Willems.
Im Grundsatz sei das Konzept lobenswert, meinte Bernd Konz (SPD), aber da war es mit dem Lob in Richtung Verwaltung auch schon vorbei. Sein Vorschlag für die Lösung der Tarforster Probleme: Ortsbeirat, Verwaltung und interessierte Bürger gehörten an einen runden Tisch, um das Dilemma zu beseitigen. Was überhaupt nichts bringe, sei "nur Schilder aufzustellen".
Keine Widerrede kam von FDP-Ratsmitglied Wolfgang Schaab: "Alles liegt in weiter Ferne." Er vermisse konkrete Projekte.
Werner Gorges von der CDU riet dazu, das Mobilitätskonzept in der vorliegenden Form zu kippen. Ergebnis der von Stadtteilchefin Anne Weines durchgeführten Abstimmung: einstimmige Ablehnung mit der Begründung, dass die eigenen Interessen nicht berücksichtigt worden seien.
Sanierung dauert Rat zu lange


Nicht locker lassen will der Ortsbeirat in seiner Forderung, die Kita-Baustelle (ehemalige Grundschule) zusammen mit der Verwaltung zu besichtigen. Genau dies sei abgelehnt worden, so die Ortsvorsteherin. "Die Baustelle macht einen schlechten Eindruck", hat FDP-Mann Wolfgang Schaab festgestellt. Für die Verweigerungshaltung der Stadt gebe es keinen "plausiblen Grund". Schließlich sei man der Vertreter des Bauherrn. Als her ausgeworfenes Geld bezeichnete Schaab die Anbringung einer Schutzplane an der Fassade, die keinen Sinn mache, außer man wolle etwas verbergen. Einstimmig wurde nochmals die Forderung erhoben, die Kita-Baustelle zu besichtigen.
Weitere Rüge an die Verwaltung: Die Sanierung des Sarkbrunnens ziehe sich unverhältnismäßig lange hin. Nicht gelten lassen wollte der Rat das Argument, die Neben-Bauarbeiten würden nicht durch eine beauftragte Firma, sondern durch das städtische Gartenamt ausgeführt. LH