1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Einkaufsbummel in Trier mit Frühlingsgefühl

Verkaufsoffener Sonntag : Einkaufsbummel in Trier mit Frühlingsgefühl

Viele Menschen haben den verkaufsoffenen Sonntag in Trier zum Flanieren und Einkaufen genutzt. Beim Ostermarkt spielte nicht der Hase die Hauptrolle.

Das Bild in der Simeonstraße erinnert eine Stunde nach Öffnung der Kaufhäuser und Geschäfte eher an einen gut besuchten Samstag im Jahr. Den ganz großen Ansturm, das zeigt schon der Blick auf die Parkhäuser, wird dieser verkaufsoffene Sonntag nicht bringen. Gegen 14 Uhr zeigt das Hauptmarkt-Parkhaus „besetzt“ an – aber das gilt nur vorübergehend. Auch der Verkehr rund um die City hat etwa Samstagsniveau.

Aber dennoch – es hat sich insgesamt gelohnt, so später der allgemeine Tenor in der Trierer Geschäftswelt.

Traditionell groß ist die Zahl der auswärtigen Besucher. Das zeigt sich etwa auf dem Trierer Ostermarkt rund um den Petrusbrunnen. Schon um die Mittagszeit herrscht reger Betrieb auf dem Markt. Die Sonne scheint und sorgt für angenehme Wärme, und zwischen den Ständen mit Osterhasen, Kunstgewerbe, Essen und Trinken kommt Frühlingsstimmung auf.

In Urlaubsstimmung sind die Harbrings aus Kerpen bei Köln: „Wir sind auf dem Weg in den Elsass und haben wie so oft einen Abstecher nach Trier gemacht, weil es uns hier sehr gefällt.“

Der verkaufsoffene Sonntag sei Zufall, aber nicht der Grund für den Abstecher. „Allerdings haben wir gerade einen Frosch als Deko für unseren Gartenteich gekauft“, erklären sie. Dabei ist anzumerken, dass die Froschdichte im Ostermarktangebot inzwischen gefühlt höher zu sein scheint als die Hasendichte.

Prompt auch einen Frosch gekauft haben Martina und Peter Weiler aus Saarburg. Sie seien nicht wegen des offenen Sonntags, sondern wegen des Ostermarkts gekommen – „den haben wir schon öfter besucht“. Danach noch ein Glas Wein oder ein Eis, und dann wieder heim. „Trier ist immer eine Reise wert“, erklären Norbert und Marliese Zeimet aus Bretten bei Pforzheim. Dass ihr Besuch heute auf einen offenen Sonntag falle, sei jedoch Zufall.

In der Trier-Galerie herrscht kurz nach Öffnung der Geschäfte reger Betrieb. Aber man kann noch durchatmen und tritt sich nicht auf die Zehen. Gleiches gilt an diesem Tag für die großen Kaufhäuser und die inhabergeführten Geschäfte. Eng wird es am Nachmittag auf der Simeonstraße, wobei aber auch geführte Touristengruppen zum Getümmel beitragen.

„Die Stadt ist voller Menschen, die hier die Frühlingsatmosphäre genießen“, findet am frühen Nachmittag Buchhändler Georg Stephanus, Vorstandsmitglied von der City-Initiative Trier.

Keine konkreten Einkaufswünsche haben etwa die Kleins aus Wincheringen, die extra wegen des offenen Sonntags gekommen sind. „Wenn wir hier etwas kaufen, dann spontan, weil uns etwas gefällt“, sagen sie.

Für ein Wittlicher Paar ist die Trierer City-Atmosphäre der Grund zu kommen. Man besuche die offenen Sonntag in Trier regelmäßig, erklären sie, während sie in den Auslagen einer Buchhandlung blättern.

Auf jeden Fall gewonnen haben gestern die Betreiber der Terrassengastronomien in der Fußgängerzone. Am Nachmittag sind die Tische bei Sonne und frühlingshaften Temperaturen stark gefragt. Da stören auch ein paar dunkle Wolken nicht – die tun nämlich nichts, die wollen nur spielen.