Einladung zum Sprung
Wassertemperatur 24 Grad, Lufttemperatur 30 Grad, Sonne, eine große Liegewiese und viele Gleichgesinnte, die im Wasser plantschen und sich in der Sonne aalen. Am Sonntag, 6. Mai, ist es wieder soweit: Die Saison im Freibad Ruwertal wird eröffnet.
Mertesdorf. (dis) "In den letzten Wochen hatten wir ja schon sommerliche Temperaturen, doch wir waren noch nicht so weit mit unseren Vorbereitungen", erzählt Bademeister Dietmar Theis. Die vergangenen Monate haben er und seine Kollegen Hans-Josef Scheuer sowie Jürgen Steffen genutzt, um notwendige Arbeiten zur Sanierung und Instandhaltung am Freibad Mertesdorf zu erledigen. "Unsere Leute müssen dabei viele Fingerfertigkeiten beweisen und aus allen handwerklichen Berufen Kenntnisse mitbringen", erläutert Bürgermeister Bernhard Busch. Tatsächlich haben die drei Männer Fliesen verlegt, Armaturen angebracht, im Sanitärbereich gewirkt, Anstreicharbeiten durchgeführt, Schönheitsreparaturen erledigt und auch schon erstmals den Rasen geschnitten.
Feierlichkeiten am Sonntag
Das blau schimmernde Wasser vor den gelben Außenwänden des Bades lädt schon wenige Tage vor der Eröffnung zum Reinspringen ein. Doch noch sind die Temperaturen mit 17 Grad zu niedrig. Scheuer: "Unsere Wärmepumpe muss bis zum Beginn der Saison noch einiges leisten."
Für Sonntag, ab 9 Uhr, hat Sachbearbeiter Kim Dudeck von der Verbandsgemeindeverwaltung ein besonderes Programm (Eintritt frei) vorgesehen. Denn in Mertesdorf gibt es einen schönen Anlass zu feiern. Ab 11 Uhr will er mit Busch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ruwer, die Jubiläumsveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen des ersten Freibades im gesamten Kreisgebiet eröffnen. Neben einigen Grußworten und musikalischen Darbietungen des Jugendorchesters Korlingen stehen Vorführungen der DLRG Kordel, der Trierer Kanufahrer und jede Menge Spaß und Spiel rund um das feuchte Nass auf dem Programm.
40 Jahre sind auch für ein Freibad eine lange Zeit. Bürgermeister Busch spricht von einem landschaftlich reizvollen Sonnenstandort. Allerdings ist vom ehemaligen "Freibad am Weinberg" nur noch das Bad geblieben. Die Weinberge sind längst nicht mehr zu sehen.
In den vier Jahrzehnten standen immer wieder Sanierungen an. Nach dem größten "Schadensfall" und lange dauernden Reparaturarbeiten in Höhe von 1,25 Millionen Euro (kalkuliert waren lediglich 800 000 Euro) konnte das Bad im September 2004 wieder eröffnet werden. Schwerwiegender und ständiger Wasserverlust hatte zum Handeln gezwungen. "Viele haben damals gelacht, als wir das Bad im September wieder öffneten", erinnert sich Bürgermeister Busch. Doch durch diesen kurzen "Probebetrieb" konnten weitere kleine Mängel entdeckt und behoben werden.
Eintrittspreise und Parkplätze
Rund drei Millionen Besucher verzeichnete das Bad in den 40 Jahren. Erstmals wird seit Kurzem mit Anika Becker eine "Fachangestellte für Bäderbetriebe" ausgebildet. Die Lehre wird in Zusammenarbeit und Kooperation mit der Stadt Trier durchgeführt. Im Hallenbad lernt Anika Becker alles Notwendige zum Saunabaden.
Die Eintrittspreise sind im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben und die Parkplätze auf der gegenüberliegenden Wiese stehen uneingeschränkt zur Verfügung. Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung werden die Teilnehmer des Ruwertal-Laufes am Samstag, 5. Mai, schon Gelegenheit haben, sich im kühlen Nass zu erfrischen.