Einmal den Rahmen sprengen

Trier/Wittlich · Alles im Rahmen? Der Caritas-Diözesanverband und das Bistum Trier haben ein Projekt ins Leben gerufen, das die Lebensrealitäten von Menschen zeigen möchte. Zum Auftakt wurden Holzrahmen auf die Reise geschickt, die von Mitarbeitern der Caritas-Werkstätten Trier gefertigt wurden.

Trier/Wittlich. Das gemeinsame Projekt "Alles im Rahmen!?" des Diözesan-Caritasverbands und des Bistums Trier ist gestartet. Zum Auftakt trafen sich im Bischöflichen Generalvikariat Mitarbeiter und Betreute aus katholischen Behinderteneinrichtungen, um gemeinsam die erste Aktion des Projekts auf den Weg zu bringen.
Lebensrealitäten darstellen


Für die Veranstalter erläuterten Brigitte Scherer von der Behindertenpastoral im Bistum Trier und Anne Veit-Zenz, Referat Behindertenhilfe im Diözesan-Caritasverband, die Ziele des Projektes.
"Alles im Rahmen!?" lädt Menschen dazu ein, ihre Lebensrealitäten darzustellen. Damit wollen Bistum und Caritas einen Beitrag zu den Heilig-Rock-Tagen leisten und eine Verbindung mit der Bistumssynode herstellen, die sich während der Heilig-Rock-Tage mit Lebenswirklichkeiten beschäftigen will (der TV berichtete).
Das erste Teilprojekt gestalten Menschen mit Behinderung und geben damit Einblicke, wie sie leben, wohnen, arbeiten oder ihre Freizeit gestalten.
Stationäre Behinderteneinrichtungen machen ebenso mit wie ambulante Einrichtungen, Förderschulen oder Werkstätten.
Gestalten oder brechen


Zur Gestaltung des Projekts hatten die Caritas-Werkstätten Trier massive Holzrahmen hergestellt, die nach der Auftaktveranstaltung auf die Reise ins Bistum gehen.
Menschen mit Behinderung werden die Rahmen künstlerisch ausfüllen, gestalten, vielleicht auch zerbrechen oder teilen. Die Kunstwerke werden am 28. April während der Heilig-Rock-Tage gezeigt.
Während der Auftaktveranstaltung überlegten die Teilnehmer auch, was für sie ein Rahmen bedeuten kann: So will der zwölfjährige Dennis, der die Förderschule Maria Grünewald in Wittlich besucht, am liebsten "den Rahmen sprengen". Ein Mitarbeiter aus einer Behinderteneinrichtung findet, dass sich "Rahmenbedingungen" nur schwer verändern lassen. Andere sehen in einem Rahmen Halt, Sicherheit und Schutz.
Weitere Aktionen geplant


Neben den Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderung will das Projekt auch die Lebenswirklichkeiten anderer Menschen darstellen. Dazu sollen vor Ort weitere Aktionen initiiert werden. Das Rahmenprojekt wird während der Heilig-Rock-Tage 2015 seinen Abschluss finden. red
Weitere Informationen gibt es beim Caritasverband für die Diözese Trier, Birgitta Bauer, Telefon 0651/94930-123, E-Mail an bauer-b@caritas-trier.de, oder beim Bischöflichen Generalvikariat, Telefon Brigitte Scherer, Telefon 7105-333.

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