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Einmal in die weite Welt

 Moritz Pigulla und Lena von Drathen wollen nach dem Abitur erst einmal ins Ausland. Über die Möglichkeiten informieren sich beide auf der Jugendmesse „Explore“. TV-Foto: SEBASTIAN KLIPP
Moritz Pigulla und Lena von Drathen wollen nach dem Abitur erst einmal ins Ausland. Über die Möglichkeiten informieren sich beide auf der Jugendmesse „Explore“. TV-Foto: SEBASTIAN KLIPP
Trier. Die Jugendmesse "Explore" hat zum dritten Mal ihre Pforten geöffnet. An 14 Ständen informierten sich Jugendliche über einen Auslandsaufenthalt. Neben der Möglichkeit, als Au-Pair in ein fremdes Land zu gehen, überzeugten vor allem die Freiwilligendienste die Jugendlichen.

Trier. Kellnern in Amerika, Kiwis ernten in Neuseeland oder vielleicht doch thailändischen Mönchen Englisch beibringen: Die Möglichkeiten, einmal ins Ausland zu gehen, sind für junge Menschen vielfältig. Auf der Jugendmesse "Explore" informierten sich interessierte Schüler und Studenten über die verschiedensten Programme. Neben den Klassikern Au-Pair und Work & Travel rücken vor allem Freiwilligendienste in den Fokus der Jugendlichen.
Hanna Koltes (19) hat zum Beispiel gerade ihr Abitur bestanden. Dass sie einmal studieren möchte, ist ihr klar - das Studienfach allerdings weniger. "Darum mache ich jetzt erst mal eine Pause", erklärt sie. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, möchte sie ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. "Am liebsten in Lateinamerika", wie sie erzählt.
In Waisenhäusern und Schulen


Ein freiwilliges Jahr kommt auch für Moritz Pigulla (18) aus Trier infrage: "Ich möchte die Zeit im Ausland nutzen, um zu gucken, wie es nach dem Abitur weitergeht." Wo die Reise hingehen soll, weiß er noch nicht. "Amerika wäre sehr reizvoll", erklärt er. Aber auch andere Ziele seien denkbar.
Costa Rica, Ghana, Südafrika und Nepal seien die beliebtesten Ziele für junge Menschen, die sich für ein freiwilliges Jahr entscheiden, weiß Eva Kirch vom Verein Experiment zu berichten. Dort würden die Jugendlichen meist in Waisenhäusern oder als Lehrer in Schulen arbeiten. "Grundsätzlich hängt der Einsatzbereich von den individuellen Fähigkeiten der Teilnehmer ab", erklärt Kirch.
Experiment ist Deutschlands älteste Austausch-Organisation und organisiert seit mehr als 80 Jahren für jährlich bis zu 15 000 Jugendliche den Auslandsaufenthalt. sek