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Einmal zünden und hundertmal knallen - Feuerwerksbatterien sind der Hit

Einmal zünden und hundertmal knallen - Feuerwerksbatterien sind der Hit

Heute um Mitternacht wird es draußen laut, grell und bunt: Mit Raketen und Böllern begrüßen Menschen das neue Jahr. Auch in der Verbandsgemeinde Schweich und Ruwer wird es mächtig krachen. Darauf lässt der Ansturm auf Feuerwerkskörper in den Märkten schließen. Der Renner in diesem Jahr: Feuerwerksbatterien.

"Silvester ohne Raketen ist wie Weihnachten ohne Baum", meint ein Käufer, der im Norma-Markt in Longuich Feuerwerkskörper besorgt hat. "Wegen der Kinder, aber auch weil es Spaß macht", fügt er mit einem Schmunzeln hinzu, während er das 30-teilige Familiensortiment und die "Teufelsraketen" im Auto verstaut.

Weniger Verkaufsfläche wegen neuer Regelung



Auch ein paar Kilometer weiter, im Edeka-Markt in Schweich, brummt das Geschäft mit den Feuerwerkskörpern. Ob "Monster", "Orientalischer Feuerzauber" oder "Starshine", die Artikel mit den vielversprechenden Namen werden gekauft.

Dass die Verkaufsfläche dort gegenüber dem Vorjahr kleiner ist, hat mit der neuen Regelung zu tun: "Wir dürfen in diesem Jahr maximal 70 Kilogramm Netto-Explosiv-Stoffmasse (NEM) im Laden haben", erklärt Verkaufsleiter Armin Forster. Der sperrige Begriff "Netto-Explosiv-Stoffmasse" benennt die Menge des pyrotechnischen Satzes, also des Chemikaliengemischs, das im Feuerwerkskörper enthalten ist.

Forster ist sehr zufrieden mit dem Verkauf in diesem Jahr. Besonders begehrt seien Feuerwerks-Batterien, sagt Isabell Kurz, Sprecherin von Edeka Südwest. Wohl weil man nur einmal zünden müsse und je nach Batterie hunderte meterhoher Schüsse folgten.

Das teuerste Silvester-Produkt im Edeka-Markt in Schweich war die sternförmige Batterie "Starshine" für rund 90 Euro. "Sie waren am 29. Dezember, am ersten Verkaufstag, schon ausverkauft", sagt Forster.

Es ist das erste Mal, dass sogenannte XXL-Batterien verkauft werden dürfen. "Diese sind höherpreisig, da sie bis zu 500 Gramm Schwarzpulver enthalten, im Gegensatz zu vorher höchstens 200 Gramm", erklärt Miriam Meyer, Assistentin der Wasgau-Geschäftsführung. Auch im Wasgau-Markt in Waldrach sei die Nachfrage nach Feuerwerksartikeln seit zwei Tagen groß: "Die Wirtschaftskrise hat sich auf den Feuerwerksverkauf nicht ausgewirkt", sagt Meyer. Wasgau einschließlich dem Waldracher Geschäft erwarte sogar eine kleine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr - wegen der XXL-Batterien.

Das gleiche Bild bietet sich im Real-Markt in Kenn: Die Kunden konnten in diesem Jahr aus 50 verschiedenen Produkten auswählen. Erstmalig waren auch dort die Feuerwerksbatterien mit 300 bis 450 Gramm an Explosivmasse im Sortiment. "Insgesamt zeichnet sich in den vergangenen Jahren ein klarer Trend zum Systemfeuerwerk und zu den Kombinationssortimenten ab", sagt Real-Pressesprecher Markus Jablonski.