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Einspurig an der Baustelle vorbei

Einspurig an der Baustelle vorbei

An der Großbaustelle Kohlenstraße in der Nähe der Uni Trier fließt der Verkehr wie geplant über einen Einbahnring. Die Stadt hat inzwischen die Beschilderung ergänzt und die Umleitung korrigiert.

Trier. Mit der Kohlenstraße ist eine der wichtigsten Einfallstraßen Triers seit einem Monat eine Baustelle. Wer von Tarforst, Pluwig oder Gusterath über das Avelertal in die City fahren will, muss Geduld mitbringen. Oder besser gesagt musste, denn seit dieser Woche halten dort keine Ampeln mehr den Verkehr auf. Statt auf Rot, Gelb und Grün setzt das Tiefbauamt der Stadtverwaltung nämlich auf einen Einbahnring. Das heißt: Wer in Richtung Innenstadt will, kann ohne anzuhalten an der Baustelle vorbeifahren, muss dazu allerdings auf die Gegenfahrspur wechseln.
Genau an dieser Stelle stutzten und zögerten an den ersten Tagen einige Fahrer, weil die Regelung nicht ganz deutlich ausgeschildert war. Zwar steht etwa 40 Meter vor der Baustelle ein Schild "Vorgeschriebene Fahrtrichtung geradeaus". Das trifft es allerdings nur ungefähr, denn es muss links an der Baustelle vorbeigefahren werden. An der Baustelle selbst, die auf Höhe einer Verkehrsinsel beginnt, standen zunächst nur die üblichen rot-weißen Absperrbaken (siehe Bild oben). Hinzu kam ein kleines blau-weißes Einbahnstraßenschild, das allerdings erst ein paar Meter weiter an der Seite steht und leicht übersehen werden kann. Der Kürenzer Ortsvorsteher Bernd Michels, der auch ganz in der Nähe wohnt, beobachtete Irritationen: "Manche Fahrer haben sich nicht recht getraut, auf die Gegenfahrspur zu wechseln."
Als der TV bei der Stadtverwaltung nachhört, reagiert das Tiefbauamt und lässt ein zusätzliches Schild aufstellen: Ein Pfeil weist nun darauf hin, dass die Verkehrsinsel am Beginn der Baustelle links umfahren werden muss.
In Fahrtrichtung Tarforst wird der Verkehr per Umleitungsschild nach rechts in die Pluwiger Straße geführt. Doch im weiteren Verlauf der Umleitungsstrecke kam es ebenfalls zu Irritationen. Am Beginn der Frankenstraße wies ein gelbes Schild mit der Aufschrift U2 nach links in die Burgunderstraße. An der 300 Meter weiter folgenden Kreuzung, an der erneut Burgunder Straße und Frankenstraße aufeinandertreffen, wies ein weiteres Schild erneut nach links in das restliche Teilstück der Burgunder Straße. So mussten die Autofahrer auf dem Einbahnring zweimal links abbiegen und die Vorfahrt beachten, statt wie von der Verwaltung angekündigt geradeaus fahren zu können (der TV berichtete am 13. August).
Auch auf die Nachfrage zu diesem Punkt hat die Stadt reagiert. "Die Umleitung wurde irrtümlich falsch ausgewiesen. Dies ist jedoch inzwischen geändert worden", teilt Stadt-Pressesprecher Ralf Frühauf mit. Der Verkehr fließt also wie ursprünglich geplant geradeaus über die Frankenstraße und am Ende geradeaus in das restliche Teilstück der Burgunder Straße (siehe Grafik).
Frühauf hat noch eine gute Nachricht. Die Baufirma muss die avisierten vier Wochen für den aktuellen Bauabschnitt voraussichtlich nicht ausschöpfen: "Die Bauzeit kann nach dem derzeitigen Stand aufgrund der Optimierung der Bauabläufe verkürzt werden." Wann genau der Abschnitt fertig wird, hängt allerdings auch davon ab, wie die Witterung mitspielt.