Reportage Angebot für Gehörlose im Bistum Trier: Beten und Singen mit den Händen

Trier · Im Bistum Trier gibt es die bundesweit einzige Pfarrei von Gehörlosen in der katholischen Kirche: Hier wird in Gebärdensprache gesungen und gebetet. Der Pfarrer ist der einzige, der hörend ist.

  Gehörlose Gläubige verabschieden sich zum Ende des Gottesdienstes in der Herz-Jesu-Kirche mit ihren Händen und dazu gehöriger Mimik. Im Bistum Trier gibt es die bundesweit einzige Pfarrei von Gehörlosen in der katholischen Kirche. 

 Gehörlose Gläubige verabschieden sich zum Ende des Gottesdienstes in der Herz-Jesu-Kirche mit ihren Händen und dazu gehöriger Mimik. Im Bistum Trier gibt es die bundesweit einzige Pfarrei von Gehörlosen in der katholischen Kirche. 

Foto: dpa/Harald Tittel

Die Gemeinde singt. Aber in der Kirche bleibt es still. Ob beim Halleluja oder Gloria: Die Gläubigen in den Bänken bewegen flink ihre Hände und Arme, denn sie singen in Gebärdensprache - also sichtbar, aber nicht hörbar. Die rund 20 Männer und Frauen, die in die Herz-Jesu-Kirche in Trier zum Gottesdienst gekommen sind, sind gehörlos. Sie gehören zu einer besonderen Kirchengemeinde: Der einzigen Pfarrei für gehörlose Menschen in Deutschland.