Mobilität : E-Flitzer für Verwaltung und Bürger in der Verbandsgemeinde Ruwer

Die VG Ruwer startet in die elektromobile Zukunft. Ladesäulen für Autostrom in Waldrach, Kasel und Pluwig.

Die Verbandsgemeinde (VG) Ruwer steigt ins Carsharing ein. Genauer gesagt ins eCarsharing. Das „e” steht für Elektromobilität. Dabei ist die VG streng genommen kein direkter Autovermieter, sondern mietet selbst beim Energieunternehmen Innogy ein Fahrzeug und vermittelt es weiter an Interessierte.

Während der Dienstzeiten der Verwaltung (Kernzeit 8 bis 17 Uhr) können nur Rathausmitarbeiter auf den neuen Renault Zoe zurückgreifen. Abends und am Wochenende steht der Elektroflitzer dann auch Bürgern, Gewerbetreibenden und Touristen zur Verfügung. Sie können sich über ein Buchungsportal von Innogy im Internet anmelden und das Fahrzeug buchen (Adresse: ecarsharing.innogy.com).

Kürzlich nahm die VG-Verwaltung in Anwesenheit von Bürgermeisterin Stephanie Nickels und den Ortsbürgermeistern Annelie Scherf (Pluwig), Rainer Krämer (Waldrach) und Karl-Heinrich Ewald (Kasel) den neuen Wagen in den Fuhrpark auf. Neben dem Zoe verfügt die VG noch über einen Zweier-BMW Hybrid als Dienstwagen. Die beiden geleasten Dieselfahrzeuge wurden nach Mitteilung der Verwaltungschefin abgeschafft als die Verträge ausliefen.

Wer das neue E-Auto mieten möchte, muss sich zunächst in der VG-Verwaltung registrieren lassen. Anschließend ist die Buchung mit individuellen Fahrzeiten im Internet möglich. Der Renault Zoe hat eine Reichweite von bis zu 350 Kilometer. Aufgetankt mit Strom wird er an einer Ladesäule, die auf dem Parkplatz der VG-Verwaltung in Waldrach installiert wurde. Für eine Ladung benötigt der Zoe knapp zwei Stunden.

Weitere Ladesäulen für Autostrom, an denen sich die VG Ruwer und die jeweiligen Ortsgemeinden jeweils zur Hälfte kostenmäßig beteiligen, sind in Kasel und in Pluwig geplant. Kooperationspartner Innogy finanziert die Zapfsäulen teilweise über öffentliche Fördermittel.

Die Säule in Kasel soll Mitte September in Betrieb gehen, in Pluwig soll es Ende des Jahres soweit sein. Weitere Stromtankstellen sind nach Auskunft von Bürgermeisterin Nickels im vorderen Hochwald vorgesehen. Die Verwaltungschefin bezeichnete die Übergabe des Elektrofahrzeugs und der Zapfsäule als „historische Stunde”. Damit leiste die VG einen Beitrag zum Klimaschutz.

Laut Marco Felten von Innogy will das Unternehmen bis Jahresende weitere 50 Zapfsäulen in den Kreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm aufstellen.

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