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Eltern müssen Grenzen setzen

Eltern müssen Grenzen setzen

Neue Medien sind das Thema des Elternabends des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Ehrang. Bettina Löchel von der Suchtberatung "Die Tür" berät in Sachen soziale Netzwerke, Handys und Smartphones, Musik sowie Computerspiele.

Trier-Ehrang. Im Rahmen der Projekttage "Aspekte von Gewalt" beschäftigt sich die Medienbeauftragte des Friedrich-Spee-Gymnasiums (FSG), Susanne Hermes, mit den Schülern der achten Klassen mit dem Thema Cybermobbing. Bettina Löchel von der Suchtberatung "Die Tür" gibt auf einem Elternabend Tipps zum richtigen Umgang mit den Medien. Kinder und Jugendliche scheinen über die neuen Medien oft mehr zu wissen als ihre Eltern. "Sie haben aber bloß eine Bedienkompetenz und noch keine Medienkompetenz." Durch Medienerziehung sollen Kinder und Jugendliche die Medien nicht nur konsumieren, sondern auch hinterfragen. Eltern sollen auch beim Medienkonsum Grenzen setzen, denn das ist es, was eine gute Erziehung ausmache. Löchel nennt eine einfache Formel für den Medienkonsum: Hausaufgaben, Freunde, Mithelfen im Haushalt, Hobbys, mit der Familie essen und schlafen müssten gewährleistet sein. Wenn dann noch Zeit für Medien ist, gebe es kein Problem.
60 Eltern der Schüler aus den Klassenstufen sechs bis neun nehmen an dem zweieinhalb-stündigen Informationsabend teil. Beim Thema soziale Netzwerke rät Löchel zu den Privatsphäre-Einstellungen. Mit einem Video zeigt sie die Ziele der Facebook-Betreiber: "Wir wollen dich doch nur kennenlernen", heißt es. Facebook speichert die Daten und gibt sie an Partner aus der Wirtschaft weiter. Diese nutzen die Daten dann zu Werbezwecken. Auch die gesetzliche Altersbegrenzung ab 13 Jahren sei zu beachten.
Drei Tipps zur Mediennutzung:
1. Stellen Sie nur Fotos in Facebook, an denen Sie selbst die Rechte haben. Ansonsten verstoßen Sie gegen das Urheberrecht. Infos: www.irights.info.de
2. Das Herunterladen von Musik ist strafbar. Alternativ ist ein Mitschnitt von Online-Radiosendern erlaubt. Informationen unter: www.radiograbber.de
3. Bei Online-Computerspielen zahlt man für seine Figuren teilweise echtes Geld. Machen Sie das Ihren Kindern klar. Infos: www.spieleratgeber-nrw.de ass