Eltern setzen ein Zeichen

Die Egbert-Schule soll am alten Standort saniert werden, die Schüler sollen sobald wie möglich nach Trier-Ost zurückkehren: Diese Botschaft haben die Eltern der Schule und der Förderverein auf einem eigens ausgerichteten Fest ausgesandt.

Trier-Ost. In der Hexennacht zum 1. Mai haben Unbekannte die ehemalige Grundschule Kürenz per Plakat in Grundschule Egbert umbenannt - und damit die Realität im Stadtteil beschrieben. Denn das Gebäude bietet derzeit den Schülern aus Trier-Ost eine Heimat, weil deren Schulgebäude aufgrund eines Befalls mit Schimmel gesperrt wurde.
Ein Zeichen setzen


Abfinden wollen sich die Eltern der Grundschüler damit allerdings so einfach nicht. Deshalb richteten sie am Sonntag ein eigens zu diesem Zweck organisiertes Schulfest aus - das sich rund um die gesperrten Gebäude in Trier-Ost abspielte. Regina Bruhn und Michael Düro vom Schulelternbeirat sowie Pablo Gandara vom Förderkreis sagten, sie wollten mit dem Fest ein Zeichen für die Egbert-Schule setzen und zeigen, dass der ganze Stadtteil hinter der Schule stehe.
Deshalb hatten sie auch die Stadtratsfraktionen eingeladen und den Termin bewusst noch vor der Kommunalwahl am 25. Mai veranstaltet. Die Veranstalter riefen die Stadtverwaltung dazu auf, den Beschluss von März 2013 zum Erhalt der Egbert-Grundschule im Bestand endlich umzusetzen und der Hängepartie um die notwendigen Arbeiten an der Grundschule Taten folgen zu lassen. Die Verunsicherung der Eltern und Anwohner schade der Entwicklung im sehr kinderreichen Viertel.
Vertreter verschiedener Institutionen unterstrichen dies auch in Grußworten, darunter Vertreter der Kindergärten Liebfrauen und Agritius, der Pfarrgemeinde Sankt Agritius und der Pfarrbücherei.
Neben den politischen Botschaften kamen auch Informationen beispielsweise über den Namensgeber der Schule und den Egbert-Kodex nicht zu kurz. Der Chor "Über Brücken" sowie Gitarren- und Gesangsduos sorgten für musikalische Begleitung, und die zahlreichen Schul- und Kindergartenkinder spielten begeistert in den grünen Außenanlagen der Schule im Schatten des Amphitheaters und beklatschten die Vorführung des Zauberers Leonardo aus Trier.
Während des Festes wurden zudem zwei eigenproduzierte Filme Egbert und die Verwurzelung im Stadtviertel vorgestellt. red