Zurückgeblättert : Der Abbruch beginnt

Treveris, Jüdemerstraße und natürlich die Trierer Löwenbrauerei. Diese drei Begriffe treiben vielen Trierern auch heute noch die Zornesröte ins Gesicht.

Denn sowohl der Veranstaltungssaal, der halbe Straßenzug als auch die Brauerei samt Biergarten mussten neuen Gebäuden weichen. Am Abend des 1. März 1993 waren die Braukessel am Petrisberg abgeschaltet worden. Im späten Frühjahr 1994 scheint so langsam das letzte Stündlein für die Löwenbrauerei am Petrisberg zu schlagen. Erst wird hauptsächlich im Kellerbereich gearbeitet. Im Juli wird dann offensichtlich, dass sich etwas tut. Für Brauerei-Ausschank, Festsaal und Triers größten Biergarten mit rund 700 Plätzen geht es vorerst weiter. Der gastronomische Betrieb endet an Ostermontag 1997. Inzwischen befinden sich auf dem früheren Brauereigelände rund 175 Wohneinheiten.
Guildo und Birmingham sind hingegen ein Wortpaar, das positive Gedanken hervorruft. 1998 ersingt sich Gulido Horn beim Grand Prix d‘Eurovision in der englischen Stadt Platz 7 (sein damaliges Bühnenoutfit ist aktuell Teil einer Sonderausstellung im Trierer Stadtmuseum). Im Juli 1994 sind der Wettbewerb und die Verabschiedungsshow auf dem Trierer Hauptmarkt mit 5000 Zuschauern noch Zukunftsmusik. Dafür erfüllt sich ein anderer Traum. Horn darf in der ZDF-Hitparade seinen Titel „Ich mag Steffi“ vortragen. Und landet am Ende auf Platz 3.

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